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Volkswagen Volkswagen gedenkt der Opfer mit Schweigeminute
Wolfsburg Volkswagen Volkswagen gedenkt der Opfer mit Schweigeminute
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18:00 14.10.2019
Zeichen gegen Rechtsextremismus: Vorstand und Belegschaft gedachten der Opfer von Halle. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Es ist ein Ort mit Symbolcharakter: Am Gedenkstein vor dem Eingang des Unternehmensarchivs im Volkswagenwerk Wolfsburg gedachten am Montagmittag Personalvorstand Gunnar Kilian, der Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh, Mitglieder des Markenvorstands, Vertreter des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie weitere Mitarbeiter der Opfer des antisemitischen Terrorakts von Halle. Der Markenvorstand und der Betriebsausschuss hatten dafür ihre Sitzungen unterbrochen. Nach einer Schweigeminute legten die Teilnehmer weiße Rosen auf den Gedenkstein. Die Blumen gelten als Symbol des Widerstandes gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten.

Auch Wirtschaft muss Stellung beziehen

Gunnar Kilian erklärte: „Es macht mich fassungslos und stimmt mich zutiefst traurig, dass in meinem Heimatland Deutschland solch hemmungslose Gewalt ausgeübt und unschuldige Menschen auf der Straße ermordet werden. Das darf nicht sein.“ Er betonte, dass Volkswagen auch mit dieser Schweigeminute ein klares Zeichen setzt, dass Antisemitismus, Rechtsextremismus und Gewalt im Unternehmen keinen Platz haben. „Wir müssen heute, Jahrzehnte nach dem Ende des Naziregimes, mit aller Entschlossenheit gemeinsam aufstehen und uns dem entgegenstellen.“ Die Dimension der Tat in Halle Jahrzehnte nach dem Ende des Nazi-Regimes verlange entschlossenes Handeln nicht nur von Gesellschaft, Politik und Justiz, sondern auch von der Wirtschaft.Deutschland stehe für ihn un die allermeisten Bürger heute für Frieden, Freiheit, Vielfalt und Offenheit. Dieses Deutschland gelte es zu verteidigen.

Klares Zeichen gegen Antisemitismus

Bernd Osterloh sagte: „Der Anschlag in Halle hat uns erschüttert. Er macht uns fassungslos und wütend. Für die Belegschaft bei Volkswagen sind die historische Erinnerung und unsere aktuelle Verantwortung seit langem untrennbar mit unserer Unternehmenskultur verbunden. Wir signalisieren daher ganz klar: Volkswagen steht mit aller Geschlossenheit gegen jede Form von Antisemitismus.“

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