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Volkswagen Volkswagen bringt E-Auto auch in die USA
Wolfsburg Volkswagen Volkswagen bringt E-Auto auch in die USA
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17:44 10.09.2019
VW-Werk in Chattanooga: Auch hier sollen künftig Elektrofahrzeuge gebaut werden. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

VW schüttelt in den USA den Dieselruß langsam ab: Wie mühsam das ist, hat US-Chef Scott Keogh in knapp einem Jahr Amtszeit allerdings schon erfahren: In Umfragen gaben vor einiger Zeit noch 30 Prozent der Amerikaner an, dass der Kauf eines VW für sie nicht in Frage komme - vor allem wegen des Dieselskandals. Inzwischen habe sich der Anteil halbiert, berichtete Keogh am Rande der IAA in Frankfurt.

Absatz stieg trotz stagnierenden Markts

VW-US-Chef Scott Keogh Quelle: Volkswagen

Hält der Trend in den nächsten Monaten, könnte der US-Absatz in diesem Jahr erstmals wieder über die Autos von 2014 steigen – das letzte Jahr vor dem Dieselskandal. Neue Importzölle der USA träfen zwar die Konzernschwestern Audi und Porsche hart, die Marke VW aber kaum: Mehr als 90 Prozent der dort verkauften Autos stammen aus heimischer oder mexikanischer Produktion.

In den USA sind eher SUVs gefragt

Und im Übrigen gilt: „Ich habe in dieser Branche gelernt, jeden Tag mit etwas Neuem umzugehen.“ Damit es wieder aufwärts geht, setzt Keogh, der lange sehr erfolgreich die Audi-Geschäfte in den USA führte, kurzfristig vor allem auf SUV-Modelle. Limousinen wie Passat und Jetta rücken in den USA immer mehr an den Rand, Tiguan und der größere Atlas sind gefragt. In den nächsten eineinhalb Jahren sollen zwei weitere SUVs hinzukommen. Über einen Pick-up, den VW mit dem neuen Partner Ford anbieten könnte, sei noch nicht entschieden, sagte Keogh.

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Der nächste große Schritt ist für 2020 geplant, denn dann sollen VWs neue Elektroautos auch in den USA rollen – zunächst importiert, dann auch aus dem VW-Werk in Chattanooga. Noch liegt Tesla bei Elektroautos weit vorn, aber „wir sind nicht zu spät“, sagt Keogh. Er setzt auf die Präsenz der Autos auf den Straßen, dann würden auch die Kunden kommen.

Von außen klein wie ein Golf, im Innenraum so viel Platz wie im Passat. Der neue vollelektrische ID.3 von VW.

ID.3 passt nicht zum US-Markt

Auch bei den Elektrischen sollen SUVs den Erfolg bringen, zuerst eins in der Tiguan-Größe. Der in Frankfurt vorgestellte ID.3 passt vorerst wohl nicht zum US-Markt. In das Ladenetz dort investiert VW zwei Milliarden Dollar - gezwungenermaßen: Das Projekt „Electrify America“ wurde zur Beilegung des Dieselskandals vereinbart. Dass diese Altlast das Comeback vereiteln könnt, glaubt Keough nicht: „Die Amerikaner lieben Turnaround-Stories.“ Und von weiter unten kann kaum jemand kommen, als VW in den USA.

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