Volkswagen: Diese Vorteile bringen die „over-the-air“-Updates
Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen VW-Vertriebsvortand Zellmer: Diese Vorteile bringen die „Over-the-Air“-Updates
Wolfsburg Volkswagen

Volkswagen: Diese Vorteile bringen die „over-the-air“-Updates

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 05.07.2021
VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer: „Das Auto bleibt immer auf dem neusten Stand.“
VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer: „Das Auto bleibt immer auf dem neusten Stand.“ Quelle: Volkswagen
Anzeige
Wolfsburg

Volkswagen will sich zum softwareorientierten Mobilitätsdienstleister entwickeln. Die jetzt startenden „Over-the-Air“-Updates sind auf dem Weg dahin eich wichtiger Meileinstein. Gleichzeitig macht die Marke damit den Weg frei für neue Geschäftsmodelle – so wie in der „Accelerate“-Strategie angelegt. Vertiebsvorstand Klaus Zellmer erklärte jetzt im Interview mit dem Magazin der Managementberatung Porsche Consulting, welche Vorteile sich daraus für Kunden und das Unternehmen ergeben.

„Früher sind wir aus dem Kundendialog ausgestiegen, wenn der Kunde sein Auto gekauft hatte. Heute müssen und wollen wir ihn aber auch darüber hinaus weiter begleiten“, sagte Zellmer. Anders als früher wolle und könne Volkswagen mit den Updates jetzt auch nach dem Kauf oder Leasing mit den Kunden im Austausch bleiben, um traditionelle wie auch die neuen digitalen Services anzubieten. „So könnten wir beispielsweise vor der Urlaubszeit den Travel-Assist oder zusätzliche Batterie-Power für Langstrecken per Knopfdruck anbieten. Mit solchen digitalen Zusatzdiensten über den Lebenszyklus der Fahrzeuge wollen wir in den nächsten Jahren zusätzliche dreistellige Millionen-Umsätze erlösen“, erklärt Zellmer.

Kunden muss beim Kauf nicht mehr alle Entscheidungen treffen

Schon beim Kauf eines Fahrzeugs würden sich den Kunden dadurch Vorteile bieten. So müssten sie nicht mehr sofort entscheiden, welche Funktionen ihr Auto aufweisen soll oder welche Konfiguration einem möglichst hohen Wiederverkaufswert zuträglich ist. Denn: Die Hardware wird weitgehend vereinheitlicht. Zusätzliche Funktionen und innovative Technologien lassen sich künftig via Software-Update nachträglich zubuchen.

Im ID.3 werden die Updates zuerst aufgespielt. Quelle: Hauke-Christian Dittrich

Das ermöglicht Volkswagen gleichzeitig den Abbau von Komplexität – und damit auch ein Kostenersparnis. „Künftige Fahrzeuggenerationen werden mit erheblich weniger Varianten produziert. Die individuelle Konfiguration wird nicht mehr über die Hardware beim Kauf festgelegt. Das Auto hat quasi alles bereits an Bord und der Kunde kann gewünschte Funktionen jederzeit „on demand“ über das digitale Ökosystem im Auto hinzubuchen. Die Komplexität in der Fertigung nimmt dadurch deutlich ab“, so Zellmer.

„Trinity“ als Kristallisationspunkt

Die Software-Integration in das Fahrzeug und das digitale Kundenerlebnis sollen künftig zur Kernkompetenz des Unternehmens werden, betont Zellmer. Hierfür werde das kundenzentrierte digitale Ökosystem entwickelt. Die ID.-Familie wird mit den regelmäßigen „over-the-air“-Updates nun zum Vorreiter.

Perfektioniert werden soll das ganze dann im Projekt „Trinity“, dass in Wolfsburg entwickelt und gebaut wird. Zellmer: „All das, was sich Volkswagen für die Zukunft vorgenommen hat, wird im Jahr 2026 erstmals in einem Fahrzeug für die Kunden erlebbar. In unserem Projekt Trinity fließen alle Faktoren zusammen. Das Fahrzeug wird in dreifacher Hinsicht neue Standards setzen: technologisch, beim Geschäftsmodell 2.0 und bei neuen Produktionsansätzen.“

Von Steffen Schmidt