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Volkswagen „Das schaffen wir!“: Das sagt VW-Vorstand Herbert Diess
Wolfsburg Volkswagen „Das schaffen wir!“: Das sagt VW-Vorstand Herbert Diess
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13:11 20.03.2019
Produktion im Volkswagenwerk: In den kommenden Jahren wird sich das Unternehmen verändern müssen. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

„Es geht darum, dass wir Volkswagen bestmöglich auf die neue Zeit vorbereiten.“ Das sagte Volkswagen-Vorstand Herbert Diess bei der heute im VW-Werk stattgefundenen Betriebsversammlung. Diess warb in seiner Rede vor 20.000 Mitarbeitern für eine bessere Zusammenarbeit bei den Zukunftsthemen.

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Betriebsratschef Bernd Osterloh stellt klare Forderungen an den Vorstand

Herbert Diess dankte der Belegschaft für ihre Leistung

Diess dankte der Belegschaft für ihre starke Leistung. Zugleich betonte er, Volkswagen könne sich nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zukunftssicher aufstellen. Er sei zuversichtlich, dass dies gelinge. Der Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh kämpfe hart für die Belegschaft und denke zugleich unternehmerisch.

Volkswagen bestmöglich auf die neue Zeit vorbereiten

Diess betonte: „Es geht darum, dass wir Volkswagen bestmöglich auf die neue Zeit vorbereiten. Auch Bernd Osterloh sieht die Notwendigkeit der Veränderung. Ich bin oft ungeduldiger als er, weil ich Risiken noch massiver kommen sehe. Und weil ich überzeugt bin, dass wir uns noch deutlich schneller modernisieren müssen.“

Er sei aber überzeugt, das Volkswagen die Zukunft meistere. Diess: „Wir haben in den letzten drei Jahren zusammen wichtige Lösungen erreicht – auch bei besonders harten Personalthemen, beim Zukunftspakt oder Produktentscheidungen. Ich bin zuversichtlich: Das schaffen wir auch in Zukunft.“

Ergebnis einer „großartigen“ Teamleistung

Volkswagen habe sich für den radikalen Wandel, der der Automobilindustrie bevorstehe, eine gute Ausgangsposition erarbeitet, so Diess. Die Bilanz 2018 könne sich sehen lassen, Volkswagen sei wirtschaftlich erfolgreich und habe die finanzielle Schlagkraft, die großen Zukunftsthemen eigenständig zu bewältigen. „Das alles ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung unserer Marken und Regionen, für die ich mich herzlich auch bei Ihnen allen bedanke.“ Dennoch gebe es noch sehr viel zu tun. Er sei sich der Anstrengungen, der Unsicherheit und Ängste in der Belegschaft bewusst.

Es gebe keine Alternativen

Dennoch gebe es keine Alternative. „Wir müssen mit unseren Autos deutlich mehr Geld verdienen, um in die Zukunft investieren zu können. Wir müssen schlanker, beweglicher, schneller werden, um beim Tempo der neuen Wettbewerber mitzuhalten. Wir müssen die Potenziale heben, die in diesem großen Konzern und in diesem großen Werk Wolfsburg stecken.“

Mit Blick auf 2019 sagte Diess, angesichts von Dieselkrise und ihren Folgen, angesichts konjunktureller Unsicherheiten auf vielen Märkten bedürfe es großer Anstrengungen, damit 2019 wieder ein ordentliches Jahr für Volkswagen werde. Bei der Elektrifizierung ist Volkswagen Diess zufolge sehr gut unterwegs. Volkswagen setze voll auf saubere Mobilität. „Das sind wir den nächsten Generationen schuldig“, sagte er und betonte: „Ich habe viel Verständnis und Sympathie für streikende Schüler, die Angst um unseren Planeten haben.“

E-Mobilität stellt Volkswagen vor großen Herausforderung

Mit der Elektromobilität ergäben sich allerdings auch große Herausforderungen für die Beschäftigung, da Elektro-Autos mit 30 Prozent weniger Arbeitsaufwand hergestellt werden können. Altersteilzeit sei ein wichtiges Instrument, den Bedarf anzupassen. Diess: „Wir werden gemeinsam mit dem Betriebsrat alles daransetzen, diese Möglichkeiten maximal auszuschöpfen. Das gilt für die Produktion und auch für die Verwaltung.“ Zudem müsse die Marke Volkswagen ihre IT erneuern, investiere dafür in den nächsten Jahren rund 4,6 Milliarden Euro. Auch die Digitalisierung werde Beschäftigung kosten, sagte Diess, betonte aber: „Auch das werden wir sozialverträglich lösen.“

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