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Volkswagen VW macht Wolfsburg zur Modellstadt für elektrisches Laden
Wolfsburg Volkswagen VW macht Wolfsburg zur Modellstadt für elektrisches Laden
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17:00 21.06.2019
Schnellladepark an der Braunschweiger Straße: Matthias Wunderling-Weilbier (v.l.), Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Braunschweig, VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, VW-Komponenten-Chef Thomas Schmall und Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Mit einem gemeinsamen Modellprojekt wollen Volkswagen und die Stadt Wolfsburg der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen. An der E-Tankstelle an der Braunschweiger Straße nahmen die beiden Partner am Freitag den bundesweit ersten Schnellladepark für Elektrofahrzeuge in Betrieb. Außerdem erhält die Stadt von VW zwölf mobile Ladesäulen, die künftig an verschiedenen Orten im Stadtgebiet im Einsatz sind.

Bis zu 50 Prozent E-Autos in Wolfsburg

Für Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) ist das Projekt „ein deutlicher Schritt nach vorne für die Stadt Wolfsburg“. Bis 2025 sollen ihm zufolge bis zu 50 Prozent aller neu zugelassenen Autos in Wolfsburg elektrisch unterwegs sein. Dafür brauche es eine ausreichende Ladeinfrastruktur.

Hier ein Video zur Eröffnung des Schellladeparks:

Volkswagen will mit dem Projekt eigene Erfahrungen sammeln und Wolfsburg zur „Modellstadt für urbanes Laden“ machen. „Die Konkurrenz war groß, wir haben uns trotzdem für Wolfsburg entschieden“, betonte Thomas Schmall, Chef der Konzern-Komponente von Volkswagen. Mit dem Modellprojekt wolle man zeigen, wie zukünftig ein tragfähiges Netz an E-Ladestationen im städtischen Raum aussehen kann. Das Projekt ist laut Schmall „ein weiterer Meilenstein zum Durchbruch der Elektromobilität“.

Ladezeit verkürzt sich auf bis zu 15 Minuten

Der erste Ladepark an der E-Mobility-Station an der Braunschweiger Straße besteht aus vier Schnellladesäulen der Firma Ionity mit einer Leistung bis zu 350 Kilowatt (KW). Üblich seien Ladesäulen mit einer Leistung von 50 Kilowatt. Damit verkürze sich die Ladezeit – abhängig von der jeweiligen Batterie des Autos – auf bis zu 15 Minuten.

Ladeparks sparen Platz und schonen Stromnetz

In Wolfsburg sollen in den kommenden Monate vier weitere Schnellladeparks entstehen, wie Digitalisierungs-Dezernent Dennis Weilmann erläuterte: am Detmeroder Markt und im Allerpark, an der Grauhorststraße gegenüber des Edeka-Marktes und in Fallersleben in der Nähe von Autobahn und Umspannwerk. „Die Installation eines Schnellladeparks im städtischen Raum bedeutet massive Platzersparnis und echte Effizienz. Es können viele Fahrzeuge in kürzester Zeit laden – gleichzeitig wird dabei dennoch das Stromnetz geschont“, erläuterte Martin Roemheld, verantwortlich für das Ladeangebot der Marke VW.

Eine Bilder-Galerie – viel Spaß beim Durchblättern:

Volkswagen und die Stadt haben in Wolfsburg den bundesweit ersten Schnellladepark für Elektrofahrzeuge eröffnet. Wolfsburg soll zur „Modellstadt für urbanes Laden“ werden.

Die zwölf flexiblen Ladesäulen wurden von der Konzern-Komponente von Volkswagen entwickelt und waren ein Geschenk anlässlich des 80. Stadtgeburtstags von Wolfsburg im vergangenen Jahr. Sie können unabhängig vom Stromnetz überall dort aufgestellt werden, wo gerade Bedarf ist – in der Innenstadt, bei Festivals, am Stadion oder bei anderen Veranstaltungen. In den mobilen Schnellladesäulen können den Angaben zufolge auch ausgediente Batterien von E-Autos noch mehrere Jahre zum Einsatz kommen. „Mit dem mobilen Schnellladesäulen zeigt Volkswagen, wie technischer Fortschritt und die Sicherung von Arbeitsplätzen zusammengehen“, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Er hoffe, dass ein erfolgreicher Einsatz in Wolfsburg andere Städte aufmerksam mache und so neue Kunden anziehe.

Wolfsburg löst das „Henne-Ei-Problem“

Das fehlende Netz an Ladesäulen ist ein großes Hemmnis für den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland. Die Kunden kaufen kaum Elektroautos, weil die passende Infrastruktur fehlt. Gleichzeitig bauen Autohersteller kein flächendeckendes Netz an Ladesäulen auf, weil die Nachfrage zu gering ist. „In Wolfsburg ist das Henne-Ei-Problem aufgehoben“, sagte Roemheld zu dem Modellprojekt von Volkswagen und Stadt.

Von Florian Heintz

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