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Volkswagen VW investiert 800 Millionen US-Dollar in US-Werk
Wolfsburg Volkswagen VW investiert 800 Millionen US-Dollar in US-Werk
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19:00 14.11.2019
Blick aufs VW-Werk in Chattanooga: Hier sollen ab 2022 auch vollelektrische Modelle vom Band rollen. Quelle: Archiv
Chattanooga

Volkswagen steckt für den Bau von Elektroautos rund 800 Millionen in sein US-Werk in Chattanooga. In dieser Woche ist mit der Einrichtung der ersten Montagelinie für vollelektrische Fahrzeuge auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) begonnen worden. Ab 2022 sollen dort Elektrofahrzeuge für Nordamerika vom Band rollen – in Deutschland (Zwickau) wird bereits der ID.3 gebaut.

Fertigung soll 2022 starten

Volkswagen fertigt derzeit den SUV Atlas und die Nordamerikavariante der Passat Limousine in Chattanooga. Ab 2022 soll im US-Staat Tennessee mit dem Stadtgeländewagen ID Crozz das erste vollelektrische Modell auf MEB-Basis hinzukommen. Zusätzlich ist eine Montage für Batteriesysteme in Chattanooga vorgesehen. Die Fertigung wird damit um insgesamt 52 400 Quadratmeter erweitert.

„Dies ist ein großer Moment für das Unternehmen”, sagt Scott Keogh, President und CEO von Volkswagen Group of America. „Die Erweiterung der lokalen Produktion legt die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum in den USA. Elektroautos sind die Zukunft der Mobilität und Volkswagen wird sie für Millionen Menschen bauen.“

Bis 2022 sollen MEB-Fahrzeuge an acht Standorten auf drei Kontinenten gebaut werden. Für das kommende Jahr ist der Produktionsstart von ID.-Modellen an den chinesischen Standorten Anting und Foshan geplant.

1000 neue Arbeitsplätze

Durch die 800-Millionen-Dollar-Investitionen in Chattanooga sollen bei Volkswagen rund 1000 Arbeitsplätze entstehen. Aktuell sind am Standort direkt rund 3200 Mitarbeiter beschäftigt, hinzu kommen etwa 9500 bei Zuliefererbetrieben.

Auch wenn die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge in Nordamerika erst 2022 startet, sollen bereits ab kommendem Jahr VW-Elektroautos auf den US-Straßen rollen – zunächst eben noch importiert. Aktuell liege Tesla bei Elektroautos weit vorn, „aber wir sind noch nicht zu spät“, sagte Keogh kürzlich in einem Interview. Er setzt auf die Präsenz der Autos auf den Straßen, dann würden auch die Kunden kommen.

ID.3 passt nicht für US-Markt

Auch bei den Elektrischen sollen SUVs den Erfolg bringen, zuerst eines in der Tiguan-Größe wie der ID Crozz. Der ID.3, mit dem VW hierzulande den Markt für kompakte vollelektrische Modelle erobern will, passt vorerst wohl nicht nach Amerika. In das Ladenetz dort investiert VW übrigens zwei Milliarden Dollar – gezwungenermaßen: Das Projekt „Electrify America“ wurde zur Beilegung des Dieselskandals vereinbart.

Von Michael Lieb

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