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Volkswagen VW-Tochter MAN entwickelt rollendes Corona-Labor
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VW-Tochter MAN entwickelt rollendes Corona-Labor

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08:01 24.10.2020
Hilfe im Kampf gegen die Pandemie: Das mobile Diagnostik-Fahrzeuge von MAN. Quelle: Marco Reufzaat
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München

Pünktlich zur zweiten Corona-Welle hat die VW-Tochter MAN in Zusammenarbeit mit anerkannten Experten aus dem Gesundheitsbereich ein innovatives Diagnostikfahrzeug entwickelt, mit dem Corona-Infektionen sicher und schnell an Hotspots nachgewiesen werden können. Mit über 500 Tests pro Fahrzeug und Tag eignet sich das rollende Labor, um bei Verdacht einer potenziellen Infektion direkt vor Ort Tests durchzuführen – zum Beispiel in Altersheimen, Schulen, Unternehmen oder anderen Einrichtungen. Mit Hilfe des MAN Coronavirus-Diagnostikfahrzeugs können somit Infektionsketten gezielt unterbrochen werden.

Im Inneren befindet sich modernstes medizinischen Gerät. Quelle: Marco Reufzaat

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Tempo ist bei der Eindämmung der Pandemie ein entscheidendes Kriterium. Je schneller bei einem neuen Corona-Hotspot alle involvierten Personen sowie alle Verdachtsfälle getestet werden, desto effektiver lassen sich Ausbrüche und damit die weitere Verbreitung des Virus aufhalten. Das Fahrzeug kann genau dies gewährleisten. Mit den molekulardiagnostischen PCR-Testgeräte Vivalytic von Bosch Healthcare Solutions an Bord liegen die Testergebnisse innerhalb von 39 Minuten vor. Es sind mit die schnellsten, zugelassenen PCR-Testgeräte, die es derzeit auf dem Markt gibt. Der gesamte Prozess mit Abstrich, Vorbereiten der Proben und Testen dauert somit weniger als eine Stunde.

Direkte Benachrichtigung an die Behörden

Bei mobilen Einsätzen zum Beispiel bei Grenzübergängen entlang der Autobahn spielt das MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug eine weitere Stärke aus: Flexibilität. So lassen sich Testkapazitäten je nach Bedarf schnell verlagern und punktgenau dort einsetzen, wo sie benötigt werden. Das mobile Diagnostikfahrzeug ist außerdem digital. Mit ihm können vier Aufgaben in einem durchgängigen Prozess erledigt werden: abstreichen, testen, analysieren und kommunizieren. Die PCR-Testergebnisse werden digital vom Testgerät auf den Laptop in Echtzeit übertragen. Das ermöglicht einen schnellen Bericht direkt aus dem Transporter an die zuständigen Gesundheitsbehörden, Ämter oder getesteten Personen.  

Das Fahrzeug steht in einer Kurzversion – Abstriche werden in diesem Fall draußen genommen – und einer Langversion mit separatem Abstrichraum zur Verfügung. Für eine Aufrechterhaltung eines Einbahnstraßensystems bei den Abstrichen wird das Fahrzeug mit zwei automatischen, seitlichen Schiebetüren ausgestattet. Die ersten beiden Diagnostik-Fahrzeuge sind bereits fertiggestellt worden.

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Von der Redaktion