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Volkswagen VW-Belegschafts-Aktionäre fordern Aktien als Lohnanteil
Wolfsburg Volkswagen VW-Belegschafts-Aktionäre fordern Aktien als Lohnanteil
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07:00 14.05.2019
Aktionärstreffen in Berlin: VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch spricht bei der Hauptversammlung 2018. Quelle: Volkswagen (Archiv)
Berlin/Wolfsburg

„Was hindert konkret die Einführung von Belegschaftsaktien als Vergütungskomponente im Tarifbereich?“, will GVB-Vorsitzender Gerd Kuhlmeyer vom VW-Vorstand wissen. Das geht aus seinem Redemanuskript für die Hauptversammlung hervor, das der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung vorliegt. Andere Unternehmen hätten positive Erfahrungen mit dieser Art der Mitarbeiterbeteiligung gemacht. Zudem soll laut Kuhlmeyer der börsenrelevante Aspekt der Vorstandsvergütung aktuell auf das gesamte Top-Management ausgeweitet werden. „Ist die Tarifbelegschaft Mitarbeitergruppe zweiter Klasse?“, fragt der GVB-Vorsitzende deshalb.

Belegschaftsaktionäre wünschen Wolfsburg als Tagungsort

Die Vertreter der VW-Belegschaftsaktionäre stellen außerdem den Ort des Aktionärstreffens zur Diskussion. „Warum findet die Hauptversammlung eigentlich nicht in Wolfsburg, der Hauptstadt des VW-Konzerns, statt? Ist dies einmal ernsthaft geprüft worden?“ Zudem fragt die GVB, welche Folgen der Wandel hin zur Elektromobilität auf die Beschäftigung bei VW hat und wie sich die zunehmende Abhängigkeit vom China-Geschäft auswirken wird.

Trotz Milliarden-Gewinnen im Vorjahr, einem neuen Rekord bei den Auslieferungen und einem soliden Auftaktquartal 2019 dürften die VW-Vorstände heute auf einigen Gegenwind von den Aktionären treffen. Bereits im Vorfeld fordern mehrere Gegenanträge, dem Vorstand wegen des Diesel-Skandals die Entlastung zu verweigern. Kritische Aktionäre wollen mit einem Antrag Jürgen Resch, den Chef der Deutschen Umwelthilfe (DUH), in den VW-Aufsichtsrat hieven. Aufgrund der Stimmrechtsverteilung dürfte dies aber ein aussichtsloses Unterfangen sein.

CO2 -neutrale Hauptversammlung

Auch auf Zustimmung bei der Umwelthilfe dürfte diese Nachricht stoßen: Volkswagen hält seine jährliche Hauptversammlung in Berlin bilanziell CO2 -neutral ab. Die durch die An- und Abreise und Übernachtung von Aktionären, Mitarbeitern und Dienstleistern sowie durch den Auf- und Abbau der Veranstaltung im Berliner City-Cube erzeugten CO2 -Emissionen werden laut VW durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten ausgeglichen. Über den Anbieter South Pole sollen Klimaschutzprojekte in Kolumbien und Simbabwe unterstützt werden.

Von der WAZ-Redaktion

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