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Volkswagen Frauenteam sorgt für Aufsehen beim 24-Stunden-Rennen
Wolfsburg Volkswagen Frauenteam sorgt für Aufsehen beim 24-Stunden-Rennen
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20:00 24.06.2019
„Girls only“: Ein Damenteam startet mit einem Volkswagen Golf GTI TCR beim 24-Stunden-Rennen. Quelle: Wolfgang Wilde
Nürburgring

230.000 Motorsportfans erlebten am vergangenen Wochenende die 47. Auflage des 24 Stunden-Rennens am Nürburgring. Der extremen Langstreckenherausforderung stellten sich 155 Teams in 24 Wertungsklassen. Im Kampf um die Bestzeiten dabei: Ein komplett weiblich besetztes Team mit einem Golf GTI TCR. Das von Volkswagen unterstützte 20-köpfige Rennteam „Girls Only“, von den drei Fahrerinnen bis zu den Mechanikerinnen komplett mit Frauen besetzt, hatte mit frühen Nackenschlägen zu kämpfen, wurde aber von den Fans gefeiert.

Schäden durch Fremdkörper auf der Strecke

Leicht hat es der Mythos der „grünen Hölle“, so der Spitzname für die Rennstrecke in der Eifel, dem Team „Girls Only“ wahrlich nicht gemacht. Bereits in der ersten Stunde sorgte ein von der Strecke aufgesammelter Fremdkörper erst für einen Kühler- und in der Folge einen Motorschaden. Für die Mechanikerinnen begann so ein Marathon mit Motorwechsel, Austausch des Turbo-Aggregats und Wechsel der Steuereinheit.

Frauenpower am Nürburgring: Das Damenteam mit ihrem Volkswagen Golf GTI TCR auf der Rennstrecke. Quelle: Wolfgang Wilde

Die drei Fahrerinnen Ronja Assmann, Carrie Schreiner (beide aus Deutschland) und Jasmin Preisig (Schweiz) hatten für 14 Stunden unfreiwillig Pause. So lange dauerte es, bis der kapitale Schaden behoben war. Mit dem Sonnenaufgang am Sonntag fuhr der Golf endlich wieder zurück auf den 25,4 Kilometer langen Kurs. Der Sieg in der Wertungsklasse SP T 3 war außer Reichweite. Hauptsache in das Ziel kommen, lautete die neue Marschroute des Damenteams.

Auf insgesamt 98 Runden kam das Girls Only-Team

„Der neue Motor war sogar noch original verpackt“, zollte Rennfahrerin Jasmin Preisig ihren Teamkolleginnen Respekt, ob dieser Energieleistung bis in die Morgenstunden. Abwechselnd mit Schreier und Assmann steuerte sie den Golf mit der Startnummer 89 fortan durch die grüne Hölle. Auf insgesamt 98 Runden kam das Girls Only-Team, ehe das Rennen am Sonntag um 15.30 Uhr mit der Zieleinfahrt beendet wurde. Ihre beste Rundenzeit lag bei 9:22,981 Minuten. Für die Wertung reichte die gefahrene Gesamtstrecke nicht aus, doch es ging den Rennsportlerinnen nach den ganzen Widrigkeiten um Ankommen und das Sehen der Zielflagge.

Weltweit ist „Girls Only“ eines der ersten kompletten Frauenteams im Motorsport

Fans an der Strecke verfolgten den Auftritt der Damen mit viel Interesse. In dem für Zuschauer zugänglichen Fahrerlager herrschte rund um die Box des Frauenteams enormer Rummel. Weltweit ist „Girls Only“ eines der ersten kompletten Frauenteams im Motorsport. Der Start bei den 24 Stunden am Nürburgring gilt als eine der prestigeträchtigsten Herausforderungen in der Rennsportwelt.

Von Wolf Meinertshagen

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