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Volkswagen VW-Chef: PS allein sichert keinen Erfolg
Wolfsburg Volkswagen VW-Chef: PS allein sichert keinen Erfolg
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22:45 01.05.2015
Mobilität der Zukunft: VW-Chef Martin Winterkorn mit einer Steuereinheit zum automatischen Fahren eines Audis A7. Quelle: dpa

„Unsere Erfolge sind für mich auch darin begründet, dass wir bereit waren, uns immer wieder selbst zu hinterfragen – und neue Wege zu gehen. Wir haben so gelernt, dass es in unserem Geschäft nicht mehr allein um PS und Drehmoment geht“, sagte der Konzernchef in einer Vorabveröffentlichung des VW-Nachhaltigkeitsberichtes, der am Montag vorgelegt wird.

Winterkorn sagte weiter: „Dass die Geschäftsmodelle von heute nicht automatisch für die Welt von morgen taugen, beweist ganz aktuell die Digitalisierung.“ Der digitale Wandel verändere Fahrzeuge, Fabriken, Arbeitsplätze und Kundenbeziehungen. „Der Wettlauf um die Mobilität der Zukunft ist extrem hart, eine Erfolgsgarantie gibt es für niemanden“, meinte Winterkorn. Autobauer wie Volkswagen haben im Zuge der Digitalisierung neue Konkurrenten bekommen, etwa Google.

Neben Car-Sharing gibt die VW-Tochter Audi derzeit ein Beispiel dafür, welche neuen Geschäftsmodelle möglich sind: Die Ingolstädter testen mit dem Online-Händler Amazon die Lieferung von Bestellungen direkt in den Kofferraum der Kunden. Der Zusteller bekommt dafür einen Einmal-Code, mit dem er den Kofferraum eines geparkten Autos öffnen kann.

Bei Volkswagen kehrt keine Ruhe ein. Nachdem der Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte, dass Louise Kiesling (57) und Julia Kuhn-Piëch (34) als Nachfolger von Ferdinand und Ursula Piëch in den Aufsichtsrat einziehen, kam promt der Querschuss des Firmenpatriarchen: Ihm missfalle die fehlende berufliche Erfahrung der beiden – bei den Frauen handelt es sich um zwei Nichten Piëchs. Ändern dürfte das an den den Neubesetzungen zunächst aber nichts.

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