VW-Betriebsratschef Osterloh: Klare Worte an den Vorstand
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Volkswagen VW-Betriebsratschef Osterloh: Mehr Schlagkraft, aber keine „Rasenmähermethode“
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VW-Betriebsratschef Osterloh: Klare Worte an den Vorstand

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11:42 09.01.2021
Klare Ansage an den Vorstand: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.
Klare Ansage an den Vorstand: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Quelle: Volkswagen AG
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Das ist eine klare Ansage: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh will schärfere Kostenziele unter dem Druck von Corona-Krise, Branchenumbruch und steigender Konkurrenz durch Tesla nur mittragen, wenn der Vorstand auch eine weitere interne Verschlankung des Konzerns angeht. „Bei so einem Wildwuchs nützen uns unsere Größe und Skalierungskraft auf einmal nicht mehr viel“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die große Zahl etwa der verwendeten Batteriezell-Varianten für Elektroautos.

Hier hat Volkswagen derzeit noch rund zwei Dutzend mehr Ausführungen als der US-Wettbewerber. „Dabei geht es für die Kunden doch nur um das Ergebnis, nämlich maximale Reichweiten bei optimalem Verbrauch und guter Ladefähigkeit“, meinte Osterloh.

„Layout der einzelnen, im Fahrzeug versteckten Zellen“ stärker vereinheitlichen

Das „Layout der einzelnen, im Fahrzeug versteckten Zellen“ müsse stärker vereinheitlicht werden, „um unsere Schlagkraft als Konzern voll ausspielen zu können“, sagte der oberste Belegschaftsvertreter, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt. „Sonderwege und Extrawürste der Marken müssen der Vergangenheit angehören.“

Der Wolfsburger Autohersteller sucht schon länger nach weiteren Sparpotenzialen - dabei verlangt der Betriebsrat vom Top-Management aber auch, eine Verringerung der Vielfalt an Ausstattungen sowie besser abgestimmte Prozesse statt personeller Mehrbelastungen in den Blick zu nehmen.

„Personalkürzungen nach der Rasenmähermethode“ lehnt Osterloh ab

Nur mehr Tempo oder „Personalkürzungen nach der Rasenmähermethode“ lehnt Osterloh ab: „Da setzt man an, wenn man nicht mehr weiter weiß und ein Strohfeuer für die Börsenwelt haben will.“ 2020 war es wegen des Drucks und technischer Probleme in der Golf-Produktion erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Vorstand gekommen.

Von der Redaktion