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Volkswagen Umwelt-Aktivisten protestieren gegen VW bei Hauptversammlung
Wolfsburg Volkswagen Umwelt-Aktivisten protestieren gegen VW bei Hauptversammlung
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17:00 14.05.2019
Protest bei der VW-Hauptversammlung Berlin. Quelle: Twitter
Berlin

Mit einer Protestaktion haben Umweltschützer am Rande der Hauptversammlung von Volkswagen in Berlin gegen den Autokonzern demonstriert. Die Aktivisten kritisierten eine Mitschuld des Konzerns an der Klimakrise und forderten Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal bei VW.

Aktivisten starben symbolisch am „Tatort Klimazerstörung“

Bei einer so genannten Die-in-Protestaktion unter dem Slogan „Volkswagen tötet“ legten sich Aktivisten in einem als „Tatort Klimazerstörung“ abgesperrten Bereich auf den Boden – und starben so symbolisch als Opfer von Klimawandelfolgen und Feinstaubbelastung. „Ob durch Meeresspiegelanstieg, Hurrikans oder Hitzewellen: Der Klimawandel zerstört das Leben von Millionen Menschen“, sagte die Aktivistin Christina Eichberger von der Initiative „gegenstromberlin“. Als führender deutscher Autokonzern sei VW verantwortlich dafür, dass die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor stiegen und die Klimakrise verschärft werde.

Auf Twitter veröffentlichten Aktivisten ein Video von der Protestaktion bei der VW-Hauptversammlung:

VW-Chef Herbert Diess bekräftigte in seiner Rede das Ziel, dass der Volkswagen-Konzern bis spätestens 2050 „CO2-neutral arbeiten“ solle. „Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung der Menschheit. Wenn wir die CO2-Emissionen nicht signifikant senken, wird das verheerende Folgen für die nächsten Generationen haben. Als größter Automobilhersteller der Welt steht unser Unternehmen besonders in der Pflicht“, sagte Diess.

Umrüstung des VW-Kraftwerks in Wolfsburg spart 1,5 Millionen Tonnen CO2

Als Teil eines Maßnahmenbündels nannte der VW-Chef auch die Umrüstung des eigenen Wolfsburger Kraftwerkes von Kohle auf Gas. „Das wird ab 2023 jährlich 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen – so viel wie 870.000 Fahrzeuge pro Jahr ausstoßen“, betonte Diess.

In den vergangenen Jahren hatten Umweltaktivisten immer wieder mit Protestaktionen bei der VW-Hauptversammlung auf sich aufmerksam gemacht. Im Jahr 2012 waren Greenpeace-Aktivisten sogar in den Saal gelangt und störten dort die Rede des damaligen VW-Chefs Martin Winterkorn.

Von der Redaktion

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