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Volkswagen Großspende und Klinik-Bau: So half VW während der Corona-Krise
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So half Volkswagen während der Corona-Krise

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19:00 07.07.2020
Ausrüstung zum Schutz vor Corona: Seit März trafen jede Woche Lieferungen mit Medizin-Gütern aus China in Deutschland ein. Quelle: Volkswagen
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Das medizinische Material, das der Volkswagen-Konzern im Rahmen seiner Corona-Hilfen spendet, ist nun vollständig in Deutschland angekommen. Die letzte Tranche wurde jetzt von China nach Deutschland transportiert. Insgesamt umfasst die Spende knapp zehn Millionen Schutzmasken, sechs Millionen Paar Einweghandschuhe, 300 000 Schutzanzüge, 200 000 Schutzbrillen, 10 000 Infrarot-Messpistolen und 250 000 Liter Desinfektionsmittel.

Der Volkswagen-Konzern hatte Mitte März in China medizinische Ausrüstung bestellt, um sie Ärzten und Krankenhäusern in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Ein großer Teil wurde bereits in den vergangenen Wochen an die Bundesregierung und das Land Niedersachsen übergeben, die die weitere Verteilung an Krankenhäuser und Ärzte übernehmen. 3,4 Millionen Masken, 2,5 Millionen Paar Schutz-Handschuhe, 80 000 Schutzbrillen, 120 000 Schutzanzüge, knapp 4000 Infrarot-Temperatur-Messgeräte und 140 000 Liter Desinfektionsmittel gingen nach Niedersachsen.

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Lob von Ministerpräsident Weil

„Die Corona-Krise stellt eine gewaltige Herausforderung für unser Land, seine Wirtschaft und die Gesellschaft dar. Volkswagen hat in dieser kritischen Situation durch großzügige Warenspenden und vielerlei praktische Hilfestellungen seine Verbundenheit mit Niedersachsen zum Ausdruck gebracht“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Dafür gelte dem Konzern und den vielen dabei engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Anerkennung. „Die Landesregierung weiß diesen Einsatz für Niedersachsen außerordentlich zu schätzen“, so Weil.

VW-Personalvorstand Gunnar Kilian betonte: „Für Volkswagen war von Beginn der Krise an klar, dass wir die öffentliche Gesundheitsversorgung und den herausragenden Einsatz des medizinischen Personals in Deutschland unterstützen wollen. Deshalb haben wir sofort unsere sehr guten, partnerschaftlichen Beziehungen zu China genutzt, um Hilfsgüter in den notwendigen Größenordnungen spenden und organisieren zu können.“ Zudem habe man auch medizinisches Personal freigestellt. Die gesamte Mannschaft habe Großes geleistet, dafür gebühre ihr Dank.

Volkswagen half Regierung bei Beschaffung

Darüber hinaus hatte Volkswagen das Bundesministerium für Gesundheit über seine Kontakte zu Lieferanten in China beim Ankauf von 100 Millionen Atemschutzmasken unterstützt. Insgesamt transportierte die VW-Konzernlogistik während der Corona-Krise mit ihren Partnern bei 50 Flügen ein Gesamtfrachtvolumen von 8000 Kubikmetern nach Deutschland. Darin sind die 40-Millionen-Euro-Spende, der Direktbedarf des Bundes und der Eigenbedarf von Volkswagen zum Schutz der Beschäftigten enthalten.

Zudem hat das Unternehmen eine Vielzahl weiterer Hilfen im Rahmen der Corona-Krise geleistet. So hat Volkswagen Südafrika mit Unterstützung der Bundesregierung eine ehemalige Fabrik in Port Elizabeth in eine temporäre Corona-Klinik mit bis zu 3300 Betten umgebaut. Die Fabrik wurde im ersten Teilabschnitt den örtlichen Behörden nach nur siebenwöchiger Bauzeit Mitte Juni übergeben.

Weitere Aktivitäten waren: Eine Spende von einer Million Euro für Flüchtlingslager in Syrien, der Türkei und Griechenland an das Rote Kreuz und dessen Partner. Die Volkswagen Group China hat umgerechnet rund 15,5 Millionen Euro an chinesische Krankenhäuser und chinesische Provinzen gespendet. Audi und Porsche haben Hilfsprojekte mit jeweils fünf Millionen Euro unterstützt.

Produktion medizinischer Geräte

Konzernmarken wie Audi, Bentley, Porsche, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeug stellten Fahrzeuge und Fahrer zur Verfügung. Allein Skoda spendete 100 Octavia. Scanias Lkw-Trailer und Fahrer unterstützen beim Verteilen von Hilfsgütern und auch MAN-Mitarbeiter verteilten Lebensmittel-Pakete. Im gesamten Konzern wurden zudem im 3-D-Druck-Verfahren Tausende Gesichtsschilde und -halterungen, Masken und medizinische Geräte hergestellt.

Von der Redaktion