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Volkswagen Sigmar Gabriel: „Strafwürdiges Verhalten“
Wolfsburg Volkswagen Sigmar Gabriel: „Strafwürdiges Verhalten“
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18:54 08.10.2015
Riesiger Medien-Auflauf: Sigmar Gabriel nahm heute in Wolfsburg Stellung zur VW-Abgas-Affäre. Quelle: dpa

Es könne nicht angehen, „dass die Beschäftigten, die Arbeitnehmer den Preis zahlen sollen“, fuhr Gabriel fort.

Er warnte außerdem:  „Es wird in Deutschland aber auch darum gehen, dass wir aufpassen, dass wir nicht übers Ziel hinausschießen.“ Es dürfe nicht darum gehen, eine Debatte über die gesamte Automobilindustrie oder über den Diesel zu führen. „Es hängen über 70.000 Arbeitsplätze an der modernen Dieseltechnologie“, so Gabriel. „Ich kann nur dazu raten, jetzt nicht eine allgemeine Debatte über die Autoindustrie in Deutschland zu führen.“

Zugleich forderte Gabriel mehr Transparenz bei der Aufklärung der Abgas-Affäre. Er teile die Auffassung der Arbeitnehmervertreter, der Betriebsräte und der IG Metall, „dass es ein offensives Vorgehen des Konzerns geben muss. Nicht erst auf Nachfrage.“ Klar sei, dass das Unternehmen aufklären müsse: „Je offensiver es das tut, desto besser wird es werden. Je defensiver, desto schwieriger.“

Auf Nachfrage, dass bereits über mögliche Steuer-Nachzahlungen für betroffene Fahrzeuge diskutiert werde, sagt Gabriel, er halte nichts von „schnellen Schlagzeilen und politischer Profilierung zu Lasten von VW.“

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Wegen der Abgas-Krise bei Volkswagen prüft die Bundesregierung die Ausweitung der Kurzarbeiterregel auch auf Leiharbeiter. „Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bereitet gerade Vorschläge vor“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) am Donnerstag in Wolfsburg nach einem Treffen mit dem Weltkonzernbetriebsrat.

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Volkswagen will vor dem geplanten Rückruf von Millionen Fahrzeugen im Abgas-Skandal zunächst „intensive Qualitätstests“ vornehmen. Dies solle im laufenden vierten Quartal in Abstimmung mit dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geschehen, hieß es am Donnerstag in Konzernkreisen.

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Mit dem neuen Führungstandem Hans Dieter Pötsch und Matthias Müller will Volkswagen in der weltweiten Abgas-Krise die Trendwende schaffen. Der 20-köpfige Aufsichtsrat wählte den Österreicher Pötsch heute zu seinem neuen Vorsitzenden.

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