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Volkswagen Sara-Frenkel-Preis: Carl-Hahn-Schule räumt gleich doppelt ab
Wolfsburg Volkswagen Sara-Frenkel-Preis: Carl-Hahn-Schule räumt gleich doppelt ab
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21:00 08.11.2019
Gewinner des Sara-Frenkel-Preises: Schülersprecher der Carl-Hahn-Schule wollen ein „Banner gegen Rassismus“ an die Schule hängen. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Für Respekt, Toleranz und Zivilcourage: Unter diesem Motto haben Berufsausbildung sowie Jugend- und Auszubildendenvertretung von Volkswagen den Sara-Frenkel-Preis verliehen. Insgesamt bewarben sich 15 Initiativen für den Preis – am Ende hatten drei Projekte die Nase vorn. Dotiert ist der Preis mit 3000 Euro. Verliehen wurde er am Freitagabend im Gewerkschaftshaus.

Berufsausbildung sowie Jugend- und Auszubildendenvertretung von Volkswagen hat am Freitagabend erstmals den Sara-Frenkel-Preis für Respekt, Toleranz und Zivilcourage vergeben. Übergeben wurde der Preis im Gewerkschaftshaus.

Den ersten Platz holten die Schülersprecher der Carl-Hahn-Schule (BBS I): So wollen ein halbes Jahr lang ein „Banner gegen Rassismus“ ans Schulgebäude hängen und anschließend aus dem Bannerstoff Taschen für die Berufsschüler anfertigen. Platz zwei ging ebenfalls an die Carl-Hahn-Schule: Der Jahrgang 2018 haben eine Performance einstudiert und als Film aufgenommen – Motto: „Wir sind bunt, wir sind laut“, als Zeichen für die Vielfältigkeit der Kulturen in Wolfsburg. Platz drei ging an die Anne-Tausch-Schule: Die Schüler wollen ein Street Food-Festival in Detmerode organisieren und die Geschichten hinter den einzelnen Ess-Kulturen erzählen.

Kerzen-Umzug gegen Rassismus

Den vierten Platz die Jugend-Vertrauensleute im Wolfsburger VW-Werk. Unter dem Motto „Licht gegen Rassismus“ wollen sie mit brennenden Kerzen vom Sara-Frenkel-Platz zum Rathausplatz gehen und dort mit den Kerzen eine Taube nachstellen. Platz fünf ging an die Aids-Hilfe Wolfsburg: Die eröffnet Ende November den Jugendtreff „Loud & Proud“ in der Kleiststraße.

Zur Preisverleihung wollte eigentlich auch die Namensgeberin Sara Frenkel kommen – doch die 96-Jährige musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Die jüdische Überlebende der NS-Diktatur ließ aber Antina Schulze (VW Hertitage) ein Grußwort vortragen: „Machen Sie weiter mit Ihrer Arbeit und Ihrem Engagement!“

Demonstration gegen AfD in Braunschweig

VW-Betriebsrats-Chef Bernd Osterloh nutzte die Preisverleihung zur Kampfansage an die AfD: „Die AfD macht Nazitum wieder salonfähig.“ Dagegen wollen man am Rande einer AfD-Versammlung am 30. November in Braunschweig demonstrieren: „Wir dürfen dem Hass keinen Raum geben.“ Auch VW-Personalvorstand Gunnar Kilian betonte: „Wir müssen dagegen halten!“ Volkswagen stehe für Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie. Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs erinnerte an die „faszinierende Frau Sara Frenkel“, deren Lebensziel die „Versöhnung“ sei. Versöhnen statt spalten – dafür stehe auch der Sara-Frenkel-Preis.

Von Carsten Bischof

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