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Volkswagen Protest-Plakate und Bedingungen: 20.000 Beschäftigte bei VW-Betriebsversammlung
Wolfsburg Volkswagen Protest-Plakate und Bedingungen: 20.000 Beschäftigte bei VW-Betriebsversammlung
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00:23 23.03.2019
Während der VW-Betriebsversammlung hielten Mitarbeiter Protest-Plakate in die Höhe.VW-Betriebsrat/ Kevin Nobs
Während der VW-Betriebsversammlung hielten Mitarbeiter Protest-Plakate in die Höhe.VW-Betriebsrat/ Kevin Nobs
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Wolfsburg

Osterloh forderte für die Kernmarke VW Pkw eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 an allen deutschen Standorten.

Volles Haus: Halle 11 mussten ziemlich schnell geschlossen werden

Die Türen der Halle 11 mussten ziemlich schnell aus Sicherheitsgründen verschlossen werden – weil sich mehr als genug Menschen eingefunden hatten. Die Übertragung der Versammlung per Leinwand auf der Mittelstraße hat sich einmal mehr gelohnt.

Überraschungsgast Nationalspieler Kevin Trapp mit dabei

Bevor die Themen, die allen unter den Nägeln brannten, auf den Tisch kamen, fand eine Talkrunde mit Fußball- Nationaltrainer Jogi Löw und Teammanager Oliver Bierhoff statt. Die beiden hatten als Überraschungsgast Nationalspieler Kevin Trapp dabei. Daniela Cavallo, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates, führte erstmalig durch die Versammlung und betonte, dass man sich der ernsten Lage bei VW bewusst sei, aber der Besuch von Löw und Bierhoff schon seit vielen Wochen geplant war. Am Mittwochabend findet das Länderspiel Deutschland – Serbien in der VW-Arena statt und Volkswagen ist Mobilitätspartner des DFB.

Die VW-Betriebsversammlung in Bildern:

VW-Chef Herbert Diess und Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh sprachen am Mittwoch zur Belegschaft. Zuvor gab es eine hochkarätig besetzte Talkrunde mit Jogi Löw, Oliver Bierhoff und Nationalspieler Kevin Trapp.

Bernd Osterloh: Klare Forderungen an den VW-Vorstand

Dann betrat endlich Bernd Osterloh das Rednerpult. Seine rund 40-minütige Rede wurde immer wieder durch Beifallsbekundungen unterbrochen. Er warf dem Management etliche Fehler vor, sprach von einem milliardenteuren WLTP-Desaster und gab sich kämpferisch: „Diese Belegschaft hat 2018 einmal mehr bewiesen, dass sie liefert, wenn es schwierig ist. Jetzt liefern endlich auch Sie!“ Er wies auf die Mobilisierungsfähigkeit der IG Metall hin – im Klartext: Streik und Demo sind nicht ausgeschlossen! Und die Belegschaft ist auch bereit dafür.

VW-Vorstand Herbert Diess: Stellenabbau unumgänglich

Nach Einschätzung von VW-Chef Herbert Diess – während seiner Rede hielten etliche Mitarbeiter Protest-Plakate in die Höhe, vereinzelt gab es Buh-Rufe – kostet vor allem die Digitalisierung Stellen. Mit moderner IT ließen sich viele Routinearbeiten und Prozesse automatisieren, sagte er am Mittwoch. „Klar ist: Dadurch werden auch in der Verwaltung Arbeitsplätze wegfallen.“ Dies werde etwa über Altersteilzeit sozialverträglich gelöst werden. Diess betonte, er stehe zur Beschäftigungssicherung bis 2025. Dennoch gebe es keine Alternative: „Wir müssen mit unseren Autos deutlich mehr Geld verdienen, um in die Zukunft investieren zu können.“

Volkswagen: Gleichzeitig entstehen im IT-Bereich neue Arbeitsplätze

Gleichzeitig fehlten weiterhin Software-Spezialisten. Im Zuge des „Zukunftspakts“ und auch des neuen Sparprogramms sollen mehrere Tausend Arbeitsplätze in Bereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen.

Von Claudia Jeske