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Volkswagen Osterloh enttäuscht über Tarifgespräche
Wolfsburg Volkswagen Osterloh enttäuscht über Tarifgespräche
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23:20 28.01.2018
Deutliche Kritik: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh ist enttäuscht über die bisherigen Gespräche über einen neuen Tarifvertrag.  Quelle: dpa (Archiv)
Wolfsburg

 Ein neuer VW-Haustarif muss abgeschlossen werden. IG Metall, aber auch Betriebsrat haben klare Erwartungshaltungen. In den schwierigen Tarifverhandlungen für rund 120.000 VW-Beschäftigte zeigt sich Betriebsratschef Bernd Osterloh zunehmend ernüchtert. „Es ist wirklich enttäuschend, wie sich das Unternehmen verhält“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

„Und das nach Rekordverkäufen im vergangenen Jahr. Unsere Leute sind geladen, sie fühlen sich vom Unternehmen auf den Arm genommen.“ Mit Blick auf möglicherweise drohende Warnstreiks meinte er: „Wenn die Verhandlungen am Dienstag nicht vernünftig laufen, dann wird es von der IG Metall und unseren Kolleginnen und Kollegen sicherlich die entsprechende Reaktion geben.“

Mitte Januar war die zweite Runde der Gespräche zum VW-Haustarif ergebnislos vertagt worden. Das bisherige Angebot des Managements sieht vor, die Entgelte ab Mai um 2 Prozent anzuheben, mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem solle es für Februar bis April 200 Euro Einmalzahlung geben. Die IG Metall hatte 6 Prozent mehr Geld gefordert, zudem eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung sowie eine Garantie für den Erhalt von Ausbildungsplätzen.

Für die nächste Runde erwartet Osterloh wenig Bewegung. Er erwarte ein vernünftiges Angebot. „Kein Angebot, das wir selber finanzieren.“ Osterloh sprach von einem „Kulturwandel“ in den Tarifgesprächen. „Bei uns stellt die Unternehmensseite unrechtmäßige Forderungen zum Manteltarifvertrag, der gar nicht gekündigt ist. Der Abgasskandal wurde bewältigt mit dem außergewöhnlichen Einsatz der Beschäftigten. Es hat sich keiner hängen lassen. Wir haben als Team alles gegeben. Und ich habe noch keinen Vorstand gesehen, der ein Auto baut.“ Osterloh kritisierte auch den Umgang mit Leiharbeitern. Rund 400 Kollegen hätten noch vor Weihnachten gehen müssen. „Das hat es bei VW noch nie gegeben. Das wirft ein Licht darauf, wie das Management und der Vorstand mit der Belegschaft umgehen“, sagte Osterloh.

Von dpa

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