Nur Frühschicht: Volkswagen verlängert Kurzarbeit im VW-Werk
Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen Wieder nur die Frühschicht: Volkswagen verlängert Kurzarbeit im Stammwerk
Wolfsburg Volkswagen

Nur Frühschicht: Volkswagen verlängert Kurzarbeit im VW-Werk

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:36 24.08.2021
Golf-Produktion in Wolfsburg: Erneut steht für viele VW-Beschäftigte an den Montagelinien in der nächsten Woche Kurzarbeit an.
Golf-Produktion in Wolfsburg: Erneut steht für viele VW-Beschäftigte an den Montagelinien in der nächsten Woche Kurzarbeit an. Quelle: Julian Stratenschulte
Anzeige
Wolfsburg

Der internationale Chipmangel hat Volkswagen weiter fest im Griff. Nachdem schon in der ersten Woche nach den Werksferien auf allen Montagelinien im Wolfsburger Stammwerk nur die Frühschicht aktiv werden konnte, muss Volkswagen auch für die kommende Woche Kurzarbeit beantragen.

Die Versorgungssituation hat sich dabei nicht verbessert: Auch von Montag, 30. August, bis einschließlich Freitag, 3. September, kommt auf allen Montagelinien und in den angrenzenden Bereichen nur die Frühschicht zum Einsatz. Für alle anderen Beschäftigten in der Produktion bedeutet das: Zuhause bleiben. Eine Ausnahme stellt dabei Wagenfertigstellung in der Golf-Produktion da. Dort können alle drei Schichten wie gewohnt arbeiten und damit dringend benötigte Gölfe für die Auslieferung vorbereiten.

Chipmangel verhagelt Wiederanlauf

Grund für die erneute Kurzarbeit ist dabei weiter der seit Ende letzten Jahres anhaltende Halbleiter-Mangel, von dem die gesamte Autoindustrie betroffen ist. Mittlerweile konnte der Konzern wegen der Halbleiter-Krise eine sechsstellige Anzahl Fahrzeuge nicht produzieren.

Nun hat der Chipmangel Volkswagen also auch den Wiederanlauf nach dem Werksurlaub verhagelt. „Das hatten wir uns anders vorgestellt – ohne Kurzarbeit. Leider wirkt sich die Pandemie weltweit weiter aus. Auch auf unsere internationalen Zulieferer, wie zum Beispiel in Malaysia. Das hat Folgen für unseren Konzern und auch für unser Werk, die so nicht vorhersehbar waren. Meine Bitte an Sie alle ist: Lassen Sie uns weiter zusammenhalten und diese Situation gemeinsam meistern“, appelliert Werkleiter Rainer Fessel an die Beschäftigten.

Dr. Rainer Fessel, Werkleiter in Wolfsburg. Quelle: Volkswagen

Ziel in den Werksferien erreicht

In den Werksferien selbst gelang Volkswagen dabei durchaus ein kleiner Teilerfolg. Das Stammwerk in Wolfsburg konnte – wie vorgenommen – 10 000 Fahrzeuge produzieren. „Das ist ein tolles Ergebnis und ein wichtiger zusätzlicher Ergebnisbeitrag für unser Werk“, sagte Fessel und bedankte sich bei den mehreren hundert Beschäftigten aus den Fertigungsbereichen, die auf ihren Urlaub verzichtet hatten, sowie bei den 1800 eingesetzten Ferienjobbern.

Der Werkleiter erklärte dabei auch, warum die Produktion in de Ferienwochen nicht in die Zeit nach dem Werksurlaub verschoben werden konnte, um die nun anstehende Kurzarbeit zu vermeiden. „Der Bestellbestand für unsere Modelle ist hoch und das Programm für die Zeit nach dem Werksurlaub war ausgeplant. Das Programm ist auf vielfältige Weise mit dem der anderen Fabriken von Marke und Konzern abgestimmt. Wir konnten diese zusätzlichen Fahrzeuge daher nur im Werkurlaub und nur mit der Unterstützung von Ferienarbeitnehmer fertigen.“

Von Steffen Schmidt