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Volkswagen Im Video: Merkel beim Produktionsstart des VW ID.3 in Zwickau
Wolfsburg Volkswagen Im Video: Merkel beim Produktionsstart des VW ID.3 in Zwickau
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12:56 04.11.2019
Am Montag beginnt VW mit der Fertigung des ID3 im Werk Zwickau. Quelle: VW/Oliver Killig
Zwickau/Wolfsburg

Im Werk Zwickau läuft die Fertigung des ersten reinen Großserien-Elektroautos von Volkswagen an. Der ID.3 soll eine neu konzipierte Fahrzeugserie begründen, die auch das Massenpublikum anspricht und die Grundlage für weitere E-Modelle des Konzerns bildet.

Merkel, Diess und Kretschmer beim Festakt dabei

Beim Festakt zum Produktionsstart in Zwickau sprachen am Vormittag u.a. VW-Vorstandschef Herbert Diess, Kanzlerin Angela Merkel sowie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU). Der Wolfsburger Autobauer hatte den ersten Vertreter der ID-Reihe Anfang September auf der Branchenmesse IAA vorgestellt.

++ Der Festakt zum Produktionsstart im Video ++

2020 sollen in Zwickau 100.000 Fahrzeuge vom Band laufen

2020 will Volkswagen in Zwickau rund 100 000 Fahrzeuge mit dem ‎Modularen Elektrobaukasten (MEB) fertigen. Diese Technologie nutzt viele gleiche Teile für verschiedene Modelle - ähnlich wie dies bei konventionellen Antrieben mit dem Modularen Querbaukasten (MQB) geschah, der 2012 im Golf eingeführt wurde. So lassen sich Kosten senken und einheitliche Technikstandards setzen. In den nächsten drei Jahren soll der E-Baukasten bei 33 Modellanläufen verwendet werden.

Zwickau als "Keimzelle" für E-Mobilität von VW

Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik bei VW in Sachsen, sprach von einer „Keimzelle“. Hier werde mit dem MEB-Prinzip begonnen und dieses dann auf den gesamten Konzern übertragen. Von Ende 2020 an will VW in Zwickau ausschließlich Elektroautos bauen.

Aus Sicht von Diess ist es ein „entscheidender Moment“ für das Unternehmen: Der Hersteller investiert Milliarden in den Wandel vom Verbrennungsmotor zu alternativen Antrieben. Beim jüngst vorgestellten Golf 8 - dem zweiten aktuellen Großprojekt - kommen aber keine reinen E-Motoren, sondern Hybridvarianten zum Einsatz.

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Rund eine Milliarde Euro steckt Volkswagen allein in den Umbau des sächsischen Standortes zur ersten E-Auto-Fabrik Deutschlands sowie in die Qualifizierung der rund 8000 Mitarbeiter. Die Fabrik wird bei laufender Produktion umgekrempelt.

„Diese ‎Transformation zur E-Mobilität passiert nicht von heute auf morgen“, sagte ‎VW-Markengeschäftsführer Ralf Brandstätter. „Aber wir ‎haben diesen Weg jetzt unwiderruflich eingeschlagen.“

VW will mit ID.3 Massenmarkt erobern

Volkswagen will mit dem neuen Elektroauto vor allem das Problem angehen, dass reine E-‎Fahrzeuge mit einer alltagstauglichen Reichweite bisher für viele Verbraucher zu unpraktisch und teuer sind. ‎In der Einstiegsversion kostet der ID.3 unter 30 000 Euro.

„Die ersten externen Kunden werden den ID.3 ab Sommer 2020 bekommen“, sagte Thomas Ulbrich, VW-Markenvorstand für E-Mobilität‎, der dpa. Mit den Fahrzeugen solle dann eine „nahezu ‎gleichzeitige Markteinführung“ in 28 europäischen Ländern umgesetzt werden.

Es gibt aber auch Kritik an der weiteren Planung der ID-Serie. So soll der Elektro-SUV ID Crozz ‎das nächste Modell der Reihe werden. Einige Beobachter wundern sich darüber – zumal den Stadtgeländewagen, ob mit oder ohne E-Motor, derzeit bei vielen Menschen auch Ablehnung entgegenschlägt.

Von dpa

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