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Volkswagen Kuriose Automodelle: Es gibt sogar einen See-Golf, der schwimmen kann
Wolfsburg Volkswagen Kuriose Automodelle: Es gibt sogar einen See-Golf, der schwimmen kann
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19:57 23.10.2019
Uriges Teil: Susanne Wiersch im See-Golf. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Sieben Generationen des VW-Erfolgsschlagers Golf gibt es, nun folgt die achte. In dieser Zeit gab es Studien, Prototypen – und interessante Sondermodelle, an die sich viele Wolfsburger gern erinnern. Das Automuseum hat einige davon und präsentiert sie in der Dauerausstellung, aber auch in Sonderschauen. Ein ganz besonderer Hingucker dabei ist sicherlich der „See-Golf“: ein Amphibienfahrzeug von 1983 auf Basis eines Golf-Cabrios.

Dank seiner ausfahrbaren Kufen fällt es nicht nur auf, sondern kann sogar im Wasser „schwimmen“. Beim GTI-Treffen am Wörthersee 1983 wurde das auch erfolgreich ausprobiert. „Der See-Golf war der Star bei dem Treffen“, sagt Susanne Wiersch vom Automuseum. Das gute Stück war nur für Forschungszwecke gedacht, nicht für die Straße. Deshalb gibt es den See-Golf nur einmal – und das Exemplar steht im Automuseum. Für ihn gibt es noch eine Besonderheit, erklärt Eckberth von Witzleben vom Automuseum: „Um den See-Golf zu fahren, benötigt man einen Bootsführerschein.“

Dem ehemaligen VW-Chef Heinrich Nordhoff ist es zu verdanken, dass solche einmaligen Modelle, aber auch Prototypen nicht in der Schrottpresse landeten, sondern im Museum. In der Dauerausstellung ist auch der Golf II Country zu sehen. 1991 gebaut war er der erste SUV von Volkswagen –und ein echter Ladenhüter. „Früher wollte ihn niemand, heute ist er Kultmobil“, so Susanne Wiersch. Zwischen April 1990 und Dezember 1991 wurde das höhergelegte Modell, dass Fahrspaß über Stock und Stein bieten sollte, exakt 7735-mal verkauft.

Das Automuseum hat einige Exemplare und zeigt sie in Ausstellungen

Ein echter Renner hingegen war der Golf V „Speed“, der 2005 herauskam: Es gab 100 davon in knallig Gelb und 100 in knallig Orange. Er fällt nicht nur durch die Farbe auf, sondern bringt es mit 150 PS auf starke 212 km/h. Noch etwas ist besonders: Azubis waren an dem Projekt beteiligt. Der Golf „Speed“ hat eine große Fan-Gemeinde.

Er ist sogar ein prima Rennwagen

Der ist Golf ist sogar ein prima Rennauto: Der Schwede Hans Dahlbäck, Chef einer renommierten Tuningfirma, machte aus dem Gof V eine echtes Turbomonster. Statt des ursprünglichen 1.8-Liter-Vierzylinders treibt ein 2.1-Liter-Fünfzylinder mit zwei großen Ladeluftkühlern aus dem Audi Quattro S1 den 1440 Kilogramm schweren Wagen an. Mit 900 PS schafft es der Dahbäck-Golf auf über 300 km/h.. Dahlbäck starb 2017, in seinem Testament verfügte er, dass seine Golf-IV-Version an das Wolfsburger Automuseum gehen soll.

In Schweden fuhr der Dahlbäck-Golf einige Erfolge ein. In Deutschland richtig erfolgreich war der Golf I GTI „Rheila“, der nach seinem Hustenbonbon-Sponsor benannt ist. Der grasgrüne Golf, der den Slogan „Gegen Frösche im Hals“ trägt, gewann 1981 die Deutsche Rallyemeisterschaft.

Echter Härtetest auf der Panamericana

Einen echten Härtestes bestand der Golf GLSAlaska-Feuerland“ 1974: „Er fuhr 30 000 Kilometer auf der Panamericana in 90 Tagen ohne einen einzigen Motorschaden“, erzählt Susanne Wiersch stolz. Weil das Automuseum großen Wert auf Fahrzeuge im Original-Zustand legt, sieht der Golf, mit dem der Motorjournalist Fritz B. Busch unterwegs war, und ein Begleit-Golf nicht ganz so gepflegt aus.

Das Automuseum zeigt in der aktuellen Sonderausstellung „Generationenwechsel“ auch Studien für den Golf, die verworfen wurden. Darunter ist auch der EA 266, den kein Geringerer als der ehemalige VW-Chef Ferdinand Piëch entworfen hat.

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Von Sylvia Telge

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