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Volkswagen Günter Kirchhoff will im Käfer einmal um den Globus fahren
Wolfsburg Volkswagen Günter Kirchhoff will im Käfer einmal um den Globus fahren
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00:21 18.05.2019
Weltreise: Günter Kirchhoff brach mit Rudolf Fernengel und Lars Landmann (v.l.) am Automuseum auf. Quelle: Roland Hermstein
Fallersleben

Er läuft und läuft und läuft. Das muss er auch: Mit einem neuwertigen 2003er Käfer „Ultima Edicion“ ist der Fallersleber Günter Kirchhoff am Mittwochmorgen zu einer Weltreise gestartet. Gemeinsam mit Rudolf Fernengel und Lars Landmann (im Begleitfahrzeug) verabschiedete er sich am VW-Automuseum von Familie und Freuden. Erste Station sollte abends die polnische Hauptstadt Warschau sein.

Seit vielen Jahrzehnten begeistert der Käfer die Menschen

„Eine Weltreise im Käfer wollte ich immer schon mal machen“, verriet der 77-Jährige kurz vor der Abfahrt. „Jetzt ist es endlich soweit.“ Die erste Etappe der Weltreise soll die drei Globetrotter zur russischen Grenze bringen – „dort steige ich aus und reise zurück“, berichtete der Wolfsburger Fotograf Landmann (58). Kirchhoff und Fernengel (77) fahren dann weiter bis nach China. 12.000 bis 15.000 Kilometer wollen sie zurücklegen, drei bis fünf Wochen nehmen sie sich Zeit dafür. „Je nachdem...“, schmunzelte Fernengel.

Den Käfer kann man weltweit problemlos reparieren

Kirchhoff war zunächst Testfahrer bei VW, später in der Beschaffung und viel im Ausland tätig, unter anderem in Polen und Mexiko. In Mexiko entdeckte er die Liebe zum Käfer. „Das einzige Auto, das man weltweit problemlos reparieren kann“, betonte er. Alles simple Technik, keine komplizierte Elektronik. Eigentlich habe ihr Vater die Weltreise schon vor zwölf Jahren antreten wollen, verriet Tochter Claudia Kirchhoff der WAZ. Doch eine schwere Erkrankung seiner Frau ließ ihn seine Pläne verschieben. Sie sagte aber auch: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Rund 60.000 Kilometer lange Reise

Jetzt ist es soweit: Mit 1600 Kubik und 50 PS geht es einmal um die Welt. Gemeinsam mit seinem Freund Rudolf Fernengel, Geschäftsführer der Fernengel Kunststoffanwendung- und Verfahrenstechnik GmbH in Schweitenkirchen (Bayern), will er insgesamt 45.000 bis 60.000 Kilometer zurücklegen. Von China aus wollen sie nach Kanada reisen, weiter nach Mittel- und Südamerika. Die letzte Etappe soll die beiden Weltreisenden von Südafrika zurück nach Europa führen. Wann sie wieder in Wolfsburg sind? „Egal!“ Später wollen sie auch noch mal Australien in Angriff nehmen, aber das habe Zeit.

Er läuft und läuft und läuft...

Obwohl Kirchhoff seinem 2003er Käfer vertraut, begleitet der ehemalige VW- und BMW-Mitarbeiter Fernengel ihn im BMW X5 – sicher ist sicher. Er ist schon Rallyes mitgefahren und weiß, wie wichtig Begleitfahrzeuge samt Besatzung im Notfall sein können. Automuseum-Mitarbeiterin Susanne Wiersch ist sicher, dass der Käfer heil wiederkommt: „Er läuft und läuft und läuft...“

Von Carsten Bischof

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