Golf Variant sorgt für mehr Auslastung im Wolfsburger VW-Werk
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Volkswagen Golf Variant sorgt für mehr Auslastung im Wolfsburger VW-Werk
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Golf Variant sorgt für mehr Auslastung im Wolfsburger VW-Werk

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14:30 27.06.2020
Ein Golf Variant auf der Montagelinie 3: Im September ist offizieller „Start of Production“ in Wolfsburg. Quelle: Volkswagen
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Wolfsburg

Bald ist alles unter einem Dach: Die komplette Golf-Familie wird im Werk Wolfsburg gebündelt. Am Freitag verließ der letzte Golf Variant die Linie in Zwickau und wird dann ausschließlich in Wolfsburg gebaut. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für den SOP (Start of Production) im September. Damit baut der Standort alle Derivate des Erfolgsmodell Golf, wie zum Beispiel den R-Line, GTI, GTE, PHEV und weitere Varianten. Einige davon haben erst im Laufe des Jahres SOP.

Ralf Brandstätter, Leiter der Marke Volkswagen, sagt: „Wolfsburg steht wie kein anderer Standort für den Golf – zukünftig mehr denn je. In unserem Stammwerk bündeln wir jetzt die Fertigung des Erfolgsmodells und schaffen damit eine weitere Perspektive für die Mannschaft. Zwickau wird gleichzeitig zum Vorreiter der E-Mobilität und damit zu einem wichtigen Eckpfeiler unserer Elektrifizierungs-Strategie.“

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Golf Variant sorgt für mehr Auslastung

Wenn alle Ausbaustufen erreicht sind, kann das Werk bis zu 600 Variant am Tag bauen. Die Gesamtkapazität der Fertigung beträgt 3700 Fahrzeuge. Damit wird auch die Montagelinie 2 besser ausgelastet, denn durch den Auslauf des Sportsvan im Juli werden hier Kapazitäten frei. Werkleiter Stefan Loth: „Der Golf Variant ist eines der letzten Puzzleteile, um die Golf Familie hier am Standort Wolfsburg zu vervollständigen. Das Team rüstet gerade den Golf Variant auf unserer Montagelinie 2 ein. Nun fokussieren wir uns auf den Anlauf im zweiten Halbjahr sowie die weiteren Derivate die noch in diesem Jahr kommen werden.“ Und Betriebsrat Jürgen Hildebrandt ergänzt: „Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich auf den Golf Variant. Und die Kunden können sich auf ein Fahrzeug in der gewohnten guten Qualität aus dem Werk Wolfsburg freuen. Für die Belegschaft bedeutet der Golf Variant Beschäftigungssicherung, das ist in diesen Zeiten ein wichtiges Zeichen.“

Nur eine Anlage muss umziehen

Für die Einrüstung des Variant wird nur eine einzige Anlage aus Zwickau nach Wolfsburg umziehen. Für den Karosseriebau wechselt die Anlage für den hinteren Boden während des Werksurlaubs den Standort und wird in den Hallen 3a und 4 aufgebaut. Alles andere konnte dank vieler Synergien in bestehende Anlagen integriert werden. Dafür mussten viele Roboter und andere Anlagen umprogrammiert und kleinere Modifikationen vorgenommen werden, aber insgesamt sei der Planung eine nahtlose Eingliederung gelungen, so Volkswagen.

Anlaufteam holt sich Tipps in Zwickau

Alexandr Arkhipov und sein Anlaufteam aus der Montage waren vor zwei Jahren in Zwickau, um von der Montage vor Ort zu lernen. Jedes Mitglied des Anlaufteams ist für einen Fertigungsabschnitt Experte und schult als Multiplikator die Kollegen später an der Linie an den kniffligen Punkten. In Zwickau haben sie sich eine Woche lang mit Meistern und Teamsprechern ausgetauscht und selber mitgearbeitet. „Die Zwickauer waren sehr hilfsbereit und haben uns viele Informationen gegeben“, erzählt Arkhipov. „Wir haben die Knackpunkte kennengelernt und hatten teilweise noch lange danach Kontakt.“

Von Steffen Schmidt