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Volkswagen VW-Azubis nach Auschwitz-Aufenthalt im Rathaus empfangen
Wolfsburg Volkswagen VW-Azubis nach Auschwitz-Aufenthalt im Rathaus empfangen
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00:21 06.06.2019
Empfang im Rathaus: Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Vertreter aus Verwaltung und Stadtrat mit den engagierten VW-Auszubildenden. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Gemeinsam haben sie sich über zwei Wochen dafür engagiert, die Gedenkstätte Auschwitz vor dem Verfall und dem Vergessen zu bewahren. Jetzt wurden die deutschen und polnischen Volkswagen-Azubis von Oberbürgermeister Klaus Mohrs und einigen Vertretern aus dem Stadtrat und der Verwaltung im Rathaus empfangen. Dabei fanden vor allem die junge Menschen berührende Worte für die Bedeutung des mittlerweile mehr als 30 Jahre alten Gemeinschaftsprojekts des VW-Konzerns und des Internationalen Auschwitz Komitees.

Das Volkswagen-Programm-Gedenkstättenarbeit

Seit mittlerweile über 30 Jahren fördert der Volkswagen Konzern in Kooperation mit dem Internationalen Auschwitz Komitee die Gedenkstättenarbeit. Regelmäßig helfen Auszubildende, die KZ-Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau als Erinnerungsorte zu erhalten. Die Gedenkstättenarbeit und die Jugendbegegnungen in Oświęcim (deutsch: Auschwitz) sind ein gemeinsames Projekt des Internationalen Auschwitz Komitees und des Volkswagen Konzerns.

Das Internationale Auschwitz Komitee (IAK) wurde 1952 von Überlebenden gegründet, damit Auschwitz nicht vergessen wird. Im IAK sind Organisationen, Stiftungen und Holocaust-Überlebende aus 19 Ländern vereinigt. Das IAK informiert auf Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch auf www.auschwitz.info.

In den vergangenen 30 Jahren haben sich mehr als 3.000 polnische und deutsche Jugendliche, Berufsschüler aus Polen sowie Auszubildende aus dem Volkswagen Konzern, an den Jugendbegegnungen beteiligt. Ziel des Programms ist die Sensibilisierung für die historische und gegenwärtige Verantwortung von Volkswagen, resultierend aus der Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus.

Seit 2008 gibt es zudem ein Führungskräfte-Programm, an dem bislang rund 450 Meisterinnen und Meister sowie Managerinnen und Manager teilgenommen haben. Zur Agenda gehören Treffen mit Zeitzeugen und Überlebenden des Holocaust. Das Internationale Auschwitz Komitees begleitet diese Begegnungen und Studienaufenthalte. Sie sind fester Bestandteil der Erinnerungskultur bei Volkswagen.

Vor allem zwei Worte fielen ihr ein, wenn sie an die Erfahrung im Vernichtungslager Auschwitz denke, das längst zum Synonym für die unfassbaren Verbrechen der nationalsozialistischen Gräueltaten geworden ist, sagt Rafaela. „Dankbarkeit und Stolz. Dankbarkeit, weil ich an dieser tollen Maßnahme teilnehmen konnte und Stolz auf das, was wir in dieser kurzen Zeit erreicht haben – für die Gedenkstätte und vor allem auch für uns selbst“, erzählt die Auszubildende aus Hannover mit leicht brechender Stimme.

„Intensität vor Ort ist unvergleichbar“

Man sieht und hört es den Auszubildenden an, wie sie die Zeit an der Gedenkstätte, die mit 2,5 Millionen Besuchern jährlich zum wichtigsten polnischen Museum avanciert ist, bewegt hat. „Die ganze Reise hat mein Leben geprägt“, sagt etwa der polnische Azubi Tomek. Sie habe ihn Toleranz gelehrt und er habe „innerlich gespürt“, das er etwas „Bedeutendes für die Nachwelt“ leiste. „Wir haben in der Schule, in Büchern, im Fernsehen viel gelernt über den Nationalsozialismus, aber diese Intensität vor Ort ist unvergleichbar“, sagt die Wolfsburger Auszubildende Alexandra. Jetzt wisse sie erst richtig zu schätzen, „in welcher Zeit von Frieden und Freiheit wir leben.“ Diese Werte gelte es um so mehr zu schützen – besonders in Zeiten, in denen der Rechtspopulismus in Europa an Stärke gewinne.

Auschwitz darf sich nicht wiederholen“

Gleiches betonte auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Der Satz, „Auschwitz darf sich nicht wiederholen“, sei ihm immer leicht über die Lippen gegangen. „Heute glaube ich, dass wir noch viel mehr dafür tun müssen.“ Das VW-Programm leiste seinen Beitrag dazu, dass die Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten.

Lob für Volkswagens nachhaltige Erinnerungskultur

„Es gibt kein Unternehmen, dass sich so nachhaltig für die Erinnerungskultur einsetzt wie VW“, lobte auch Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, der zusammen mit Ines Doberanzke, Pädagogin von Volkswagen, das Programm betreut. Angesichts dessen, was aus dem als deutsche Musterstadt geplanten Wolfsburg und VW geworden sei, würde „sich Hitler im Grab umdrehen.“ Und Christoph Görtz, Ausbildungsleiter von Volkswagen, forderte „seine“ Azubis schließlich auf: „Berichtet den Menschen von euren Erfahrungen, seit Botschafter und leistet euren Beitrag für das Nicht-Vergessen.“

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