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Volkswagen Ehrenauszeichnung für Namenspatronin Sara Frenkel-Bass
Wolfsburg Volkswagen Ehrenauszeichnung für Namenspatronin Sara Frenkel-Bass
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18:23 13.12.2019
Sara-Frenkel-Preis: Antina Schulze (l.) und Emma Dylla (r.) von Volkswagen Heritage überreichen die Ehrenauszeichnung an Namenspatronin Sara Frenkel-Bass. Quelle: Foto: Volkswagen AG
Wolfsburg/Antwerpen

Die ehemalige Zwangsarbeiterin Sara Frenkel-Bass hat kurz nach ihrem 97. Geburtstag in Antwerpen einen besonderen Ehrenpreis in Empfang genommen: die Original-Skulptur des Sara-Frenkel-Preises. Die Skulptur wurde von Auszubildenden im Volkswagen Werk Wolfsburg aus Holz und Metall gefertigt. Sie ist das „Urmeter“ des Sara-Frenkel-Preises für Respekt, Toleranz und Zivilcourage, der dieses Jahr erstmals an fünf Preisträger vergeben wurde.

Sara Frenkel-Bass: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“

Die Namenspatronin konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst an der Preisverleihung Anfang November in Wolfsburg teilnehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkswagen Heritage überreichten ihr die Ehrenauszeichnung der Jury jetzt zuhause in Antwerpen. Die 97-Jährige war sichtlich berührt: „Auf meine alten Tage freue ich mich sehr über diesen schönen Preis. Ich danke Euch“, Mit Euch meint die aus Lublin (Polen) stammende Jüdin zum einen die jungen Generation Volkswagen: die Berufsausbildung sowie die Jugend- und Auszubildendenvertretung in Wolfsburg, die den Wettbewerb zum Sara-Frenkel-Preis ausgeschrieben hatten. Zum anderen dankte Sara Frenkel-Bass Volkswagen als Unternehmen, das Mitte 1980er Jahre damit begonnen hatte, die Geschichte der Zwangsarbeit auf dem Gelände der damaligen Volkswagenwerk GmbH wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen.

Die heute 97-Jährige nahm verschiedene Identitäten an

Sara Frenkel-Bass überlebte unter verdeckter Identität den Holocaust und zwei Jahre Zwangsarbeit bei der damaligen Volkswagenwerk GmbH. Sie lebte heute in Antwerpen (Belgien). Die 97-Jährige setzt sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement gegen das Vergessen und für Frieden und Menschlichkeit ein.

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