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Volkswagen Der VW-Abgas-Skandal: Was bisher geschah
Wolfsburg Volkswagen Der VW-Abgas-Skandal: Was bisher geschah
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14:58 30.09.2015
Der VW-Abgas-Skandal: Eine Chronologie der Ereignisse. Quelle: dpa

18. September: Die US-Umweltbehörde EPA teilt in Washington mit, Volkswagen habe eine spezielle Software eingesetzt, um die Messung des Schadstoffausstoßes bei Abgastests zu manipulieren. 

20. September: VW-Chef Winterkorn kündigt eine umfassende Aufklärung an. „Ich persönlich bedauere zutiefst, dass wir das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit enttäuscht haben“, teilt er mit und erklärt das Thema zur „höchsten Priorität“. Später räumt ein Konzernsprecher ein, dass es zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. 

21. September: Volkswagen stoppt den Verkauf von Dieselwagen mit Vierzylinder-Motoren in den USA. Betroffen sind dort Modelle der Kernmarke VW und der Tochter Audi. Die Vorzugsaktie von VW bricht zeitweise um mehr als ein Fünftel ein. In den USA entschuldigt sich VW-Regionalchef Michael Horn: „Wir haben Mist gebaut.“ 

22. September: Auch in Absatzmärkten außerhalb der USA gibt es Forderungen, Klarheit über das Ausmaß der Affäre zu schaffen. VW gibt eine Gewinnwarnung heraus und kündigt Milliarden-Rückstellungen an. In einem Video bittet Winterkorn um Entschuldigung. 

 23. September: Winterkorn tritt zurück. „Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen-Konzern möglich waren“, erklärt er seinen Schritt. Der Aufsichtsrat kündigt eine Entscheidung über die Nachfolge an. 

24. September: Die Affäre bringt die gesamte Industrie in Bedrängnis. Vorwürfe werden laut, auch andere Hersteller könnten manipuliert haben. Viele dementieren das. Daneben gibt es etliche Personalspekulationen rund um VW. Medien berichten, Porsche-Chef Matthias Müller habe die besten Chancen, Winterkorn zu beerben. 

25. September: Der VW-Aufsichtsrat tagt in Wolfsburg. Nach einer unerwartet langen Sitzung beruft das Gremium Porsche-Chef Matthias Müller zum neuen Konzernchef und trifft einige weitere Personal- und Strukturentscheidungen. 

28. September: Bei der Aufarbeitung des Skandals gerät Ex-VW-Chef Winterkorn ins Visier der Justiz. Nach mehreren Strafanzeigen leitet die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Der Fokus liege auf dem Vorwurf des Betrugs durch den Verkauf von Autos mit manipulierten Abgaswerten.  

29. September: Volkswagen legt einen Aktionsplan zur Nachbesserung von Dieselwagen mit manipulierter Software vor und will fünf Millionen Fahrzeuge der Kernmarke VW in die Werkstätten holen. Die betroffenen Kunden sollen demnächst per Post informiert werden.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet gravierende, strukturelle Veränderungen bei Volkswagen als Ergebnis der VW-Affäre. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte der CDU-Politiker: „VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war."

30.09.2015

Der Abgas-Skandal bei VW bietet nach Ansicht von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) auch eine Chance für den Klimaschutz. „Jetzt werden die Energiebilanzen der Kraftfahrzeuge noch mal genau unter die Lupe genommen“, sage Wenzel mit Blick auf die bevorstehende Internationale Kommunale Klimakonferenz in Hannover.

30.09.2015

VW-Aufsichtsratsmitglied Olaf Lies fordert eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen für die VW-Diesel-Affäre: „Diejenigen, die erlaubt haben, dass dies geschehen kann und die, die entschieden haben, die Software zu installieren, haben kriminell gehandelt. Sie müssen deshalb dafür die persönliche Verantwortung übernehmen.“

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