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Volkswagen Der Golf 8: Ein sprechendes Handy im Großformat
Wolfsburg Volkswagen Der Golf 8: Ein sprechendes Handy im Großformat
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18:05 28.11.2019
Golf 8 Testfahrt in Portugal, WAZ, Probefahrt, Fahrbericht, VW, Volkswagen Quelle: Steffen Schmidt
Porto

Äußerlich hat sich am neuen Golf 8 nur wenig verändert. Die Front ist etwas flacher und dynamischer, es gibt neue Signature-Leuchten und der Schriftzug mit dem Modellnamen ist in die Mitte des Hecks gerückt. Die größten Neuerungen spielen sich dagegen im Inneren und bei der Software ab. Die größten und wichtigsten Neuheiten auf einen Blick.

Das Innovision Cockpit

Schon ein kurzer Blick ins Cockpit genügt, um zu erkennen: Hier fand eine Revolution statt. Es gibt so gut wie keine analogen Bedienelemente mehr. Die Steuerung funktioniert nun vielmehr über einen Touchscreen in der Mittelkonsole. Die Bedienung ist denkbar einfach: tippen, swipen – alles wie am Smartphone. Schnelltasten führen zudem in die wichtigsten Menüs, wie etwa die Assistenzsystem. Der Homescreen, den man über einen Homebutton ansteuern kann, ist zudem individuell gestaltbar. Welche Funktionen brauche ich am häufigsten? Einfach anwählen und nach oben verschieben. Das gilt auch für den Screen direkt hinter dem Multifunktionslenkrad. Bis zu drei Fenster können individuell angeordnet werden. Will ich die Navigationsstrecke in der Mitte? Links oder rechts? Alles ist frei wählbar.

Teil 1 unseres Golf-Tests: So fährt sich der neue Golf 8

Personalisierung: Der Golf geht voran

Diese Individualisierungsmöglichkeiten ziehen sich durch das ganze Konzept des neuen Golfs. Wer sich mit seiner Volkswagen-ID anmeldet, kann seine persönlichen Einstellungen speichern und immer wieder – auch in anderen Golfs – abrufen lassen. Schluss mit den mühseligen Sitz-, Spiegel- und Lenkradeinstellungen, wenn mal wieder die kleinere Freundin oder der zwei Meter große Freund das Auto gefahren sind. Der Golf macht alles automatisch. Ganz nach den persönlichen Vorlieben kann auch das Ambiente-Licht eingestellt werden. Schalke- oder doch lieber Dortmund-Farben? Kein Problem: Bis zu drei verschiedene Farbtöne können eingestellt werden – vielleicht auch passend zu den unterschiedlichen Fahrwerks-Einstellungen? Bei sportlich ein aggressives Rot, bei Comfort ein gemütliches Blau. So ist auch gleich auf einen Blick erkennbar, mit welcher Einstellung ich unterwegs bin.

Die WAZ hat den neuen Golf 8 in Portugal auf Herz und Nieren getestet.

Der Golf ist immer online

Prinzipiell ist der Golf immer online. Über einen Button kann man jedoch auch in den Inkognito-Mode schalten. Verkehrsdaten werden in Echtzeit generiert und das Navigationsgerät weitergegeben. Das Fahrzeug kann bequem mit dem Smartphone verbunden werden. So kann man etwa auf Playlists von Musik-Streaminganbietern zugreifen oder Apps in einer Art Play-Store runterladen. Wer sein Datenvolumen des Handys nicht überlasten will, kann das Fahrzeug auch als Hotspot verwenden. Neues Datenvolumen kann jederzeit schnell und einfach über das Innovision-Cockpit dazugekauft werden.

Der Golf spricht mit mir

Die Sprachsteuerung wurde massiv verbessert. Bestimmte Phrasen sind nicht mehr nötig, es genügt beinahe die Alltagssprache – als spräche man mit einem Kumpel. Ein einfaches „Hello Volkswagen“ genügt, und eine freundliche Stimme fragt nach den Wünschen. „Ich brauch Benzin“, „Mir ist warm“ oder ähnliches – und die Stimme schlägt Lösungsmöglichkeiten vor oder leitet zur nächsten Tankstelle oder stellt die Klimaanlage an. Alternativ können Nutzer auch den Amazon-Sprachassistent „Alexa“ mit dem Golf verbinden. Vom Rückweg aus dem Ski-Urlaub schon mal die Heizung zu Hause anstellen, damit es bei der Heimkehr mollig ist? Kein Problem.

Car to X

Zum ersten Mal bringt Volkswagen im Golf auch das Vernetzungssystem Car to X zur Marktreife. Das „X“ steht dabei für andere Autos oder Infrastruktur wie Ampeln oder künftig auch Baustellen. Diese tauschen quasi Informationen untereinander aus. Gefährliche Situationen können dadurch entschärft werden. Ein Bus mit Car to X könnte theoretisch einen hinter ihm fahrenden Wagen warnen, das gleich Fußgänger vor ihm die Straße queren. Noch sind die Einsatzmöglichkeiten natürlich begrenzt. Noch zu wenige Fahrzeuge oder Einrichtungen mit dieser Funktion sind auf den Straßen unterwegs. Doch VW bringt das System in die Volumenklasse – ein vielversprechender Anfang ist damit gemacht.

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Von Steffen Schmidt

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