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Volkswagen VW bringt einen Elektro-Rennwagen und viele Klassiker nach Schloss Dyck
Wolfsburg Volkswagen VW bringt einen Elektro-Rennwagen und viele Klassiker nach Schloss Dyck
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19:00 08.08.2019
Elektrisierende Showläufe: Der ID.R startete auf den 2,8 Kilometer langen Rundkurs auf Schloss Dyck. Quelle: Volkswagen
Jüchen

Automobiles Sommerfest in einzigartigem Ambiente, 120 Jahre Fahrzeughistorie und Motorsport zum Anfassen – von luftgekühlt bis elektrisch. So lässt sich der Auftritt von Volkswagen bei den 14. Classic Days auf Schloss Dyck im niederrheinischen Jüchen zusammenfassen.

Historisch gekleidete Besucher bewunderten tausende automobile Kostbarkeiten

Auf dem historischen Rundkurs drehten Klassiker geräuschvoll ihre Runden und im historischen Fahrerlager war Motorsport hautnah erlebbar. Der weitläufige Park von Schloss Dyck lud zum sommerlichen Motor-Festival. Damen mit Sonnenschirmen flanierten, Männer in Knickerbockern polierten Fahrzeuge. Historisch gekleidete Besucher bewunderten tausende automobile Kostbarkeiten.

Hier die schönsten Bilder von den Classic Days 2019:

Bei den Classic Days 2019 zeigte Volkswagen auf Schloss Dyck viele automobile Highlights. Für besonderes Aufsehen sorgte der vollelektrische ID.R.

Wo sonst Motoren lautstark Aufmerksamkeit einforderten, bereitete sich ein Rekordbrecher auf seinen Einsatz vor – fast „unerhört“. Unbemerkt allerdings nicht, denn die Menschentraube, die dem Volkswagen ID.R zum Vorstart folgte, war unübersehbar. Der Start eines derart außergewöhnlichen Rennwagens bei den Classic Days war eine absolute Premiere. Flache Karbonkarosse, breiter Heckflügel, schon optisch ein starker Auftritt. Der Rekordjäger ist 500 kW (680 PS) stark, beschleunigt schneller als ein Formel-1-Bolide und fährt rein elektrisch.

Der Motorsound des ID.R mutete auf dem historischen Rundkurs wie aus der Zukunft an. Auf der Ahornallee lag der blauschwarze Rennwagen satt auf der Straße, die Zielgerade gesäumt von Strohballen und rot-weiß markierten Bäumen. Zusammen mit dem Porsche 918 Spyder Hybrid und Bugatti Chiron Sport drehte das Power-Trio aus dem Volkswagen-Konzern einige Runden.

Dieter Depping hat die Erfolgsgeschichte des ID.R entscheidend mitgeprägt

„Toll, dass wir den ID.R hier fahren können. Die meisten haben ja noch nie einen vollelektrischen Renner in Aktion gesehen“, sagt Dieter Depping. Er kennt den ID.R „von klein auf“. Der mehrfache deutsche Rallye-Meister ist seit vielen Jahren als Entwicklungsfahrer im Einsatz und hat die Erfolgsgeschichte des ID.R entscheidend mitgeprägt. Im Juni 2018 fuhr der ID.R beim härtesten Bergrennen der Welt am Pikes Peak (USA) den neuen Allzeitrekord ein, gesteuert von Romain Dumas (F). Für die Einsätze im Jahr 2019 wurde der Sportwagen weiterentwickelt und hat bereits weitere Rekorde eingefahren. Dieter Depping, den Rennfahrer Romain Dumas auch anerkennend „seinen rechten Fuß“ nennt, ist ein wichtiger Teil des Erfolgsteams. „So ein Projekt ist wie ein Baby – wenn es groß wird, Laufen lernt und dann Erfolg hat, macht dies unheimlich Freude.“

Zum 50. Modelljubiläum hat Volkswagen Classic den VW-Porsche 914 mitgebracht

Dezent dagegen der Auftritt des Volkswagen 1302 S von 1972 mit „Weltmeister“-Titel. Als der Käfer am 17. Februar 1972 mit der Stückzahl 15.007.34 zum meistgebauten Automobil der Welt wurde, legte Volkswagen das allererste Sondermodell auf. Zum 50. Modelljubiläum hat Volkswagen Classic den VW-Porsche 914 mitgebracht, den es wahlweise mit Volkswagen- oder Porsche-Motor gab. Der erste deutsche Mittelmotor-Sportwagen von Volkswagen und Porsche mit Targa-Dach und flacher, sachlicher Silhouette fand seinerzeit großen Anklang in den USA.

Die flotten Strand-Käfer sorgen noch heute für leuchtende Augen

Der Käfer hatte hier längst die VW-Begeisterung begründet, war aber auch beliebt als Spaßmobil: Anfang der 1960er-Jahre erobern Buggys, Eigenbauten auf Käfer-Basis, die kalifornischen Strände. Bald schon schwappte die Dune Buggy-Welle nach Europa. Auch der belgische Spezialist Apal baute Strandmobile mit GFK-Karosserien. Wie den viperngrünen Apal Buggy Typ C von 1978 auf einer gekürzten Käfer-Plattform von 1972 – bei dem das Volkswagen-Classic-Team gut aufpassen musste, dass niemand ihn zur spontanen Spritztour schnappt. Denn die flotten Strand-Käfer sorgen noch heute für leuchtende Augen. Erfreulich, dass zur ID.-Familie auch ein offenes Spaßmobil gehören wird. Der ID.Buggy hat bereits als Studie eine große Fan-Gemeinde.

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