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Volkswagen Bundespräsident ehrt VW-Mitarbeiter im Schloss Bellevue
Wolfsburg Volkswagen Bundespräsident ehrt VW-Mitarbeiter im Schloss Bellevue
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19:36 30.08.2019
Bürgerfest des Bundespräsidenten: Volkswagen-Auszubildende informieren im Schlossgarten von Bellevue über Gedenkstättenarbeit in Auschwitz. Quelle: Reiner Jensen
Wolfsburg

Anerkennung vom Staatsoberhaupt: Als Dank für langjähriges ehrenamtliches Engagement haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender am Freitagabend 13 Ehrenamtliche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Volkswagen Konzerns im Schlosspark von Bellevue empfangen.

Bundespräsident sprach den Ehrenamtlichen seine Anerkennung aus

Der Bundespräsident sprach den Ehrenamtlichen aus dem Nachbarland Polen sowie aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen seine Anerkennung aus. Denn er betrachtet ehrenamtliche Arbeit als eine wichtige Säule der Gesellschaft. Das deutsche Staatsoberhaupt hat rund 5 500 Gäste am Vorabend des Bürgerfestes an seinen Dienstsitz in Berlin eingeladen.

Hier eine Bildergalerie zum Bürgerfest in Berlin:

Frank-Walter Steinmeier empfing am Freitag Ehrenamtliche und Mitarbeiter von Volkswagen im Schloss Bellevue und sprach ihnen seine Anerkennung aus.

Die sieben Frauen und sechs Männer von Volkswagen engagieren sich für die Erinnerungskultur und in der Gedenkstättenarbeit. Ihr Anliegen ist es, über Verfolgung, Verbrechen, Zwangsarbeit und Mord im Nationalsozialismus aufzuklären. Sieben VW-Azubis informierten beim Bürgerfest am Samstag über 30 Jahre „Auschwitz – Versöhnung und Verantwortung“, ein gemeinsames Gedenkstätten-Projekt des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) und des Volkswagen Konzerns.

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Gunnar Kilian, Personalvorstand, Dr. Thomas Steg, Generalbevollmächtigter des Volkswagen Konzerns für Außenbeziehungen, und Christoph Heubner, IAK-Vizepräsident, begleiteten die Ehrenamtlichen und Nachwuchskräfte. Kilian sagte: „Ich freue mich und bin dankbar, dass sich viele Menschen, darunter auch zahlreiche Volkswagen-Mitarbeiter, ehrenamtlich für die Gedenkstättenarbeit und Jugendbegegnung in Auschwitz engagieren. Die Erinnerung an diese Gräueltaten darf nie verblassen.“

VW: Gedenkstättenarbeit läuft seit 30 Jahren

Heubner betonte: „Auschwitz-Überlebende ermutigen junge Menschen immer wieder, gemeinsam mit der Erinnerung den Blick auch in die Gegenwart zu richten und allen Anwürfen und Anfeindungen gegen die Demokratie, Antisemitismus und Rassenhass zu widerstehen.“

Seit über 30 Jahren helfen Nachwuchskräfte von Volkswagen aus Deutschland und Polen, die Gedenkstätte Auschwitz zu erhalten. Der IAK-Vizepräsident betonte, es sei eine ganz besondere Auszeichnung, wenn Auszubildende beim Bürgerfest über ihre Arbeit, Begegnungen und Erlebnisse in der Gedenkstätte informierten. Heubner sagte: „Der Bundespräsident ehrt damit die Ermordeten und die Überlebenden sowie jene über 3 300 Auszubildende von Volkswagen, die seither geholfen haben, dass über Auschwitz kein Gras wächst.“

Grizzlys: Gerrit Fauser beim Bürgerfest dabei

Das Bürgerfest des Bundespräsidenten steht am Samstag allen Besuchern offen; Volkswagen gestaltet das Programm im Schlossgarten mit. Später tritt Gerrit Fauser vom Eishockey-Team Grizzlys Wolfsburg beim Torwandschießen an.

Geschichte der Gedenkstättenarbeit

Die Gedenkstättenarbeit in Auschwitz und die Jugendbegegnungen in Oświęcim sind ein gemeinsames Projekt des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) und des Volkswagen Konzerns. Das Projekt wurde vom Betriebsrat initiiert und wird vom Unternehmen gefördert. Am Anfang stand im Dezember 1987 ein Seminar mit Wolfsburger Auszubildenden in Auschwitz. In den vergangenen 31 Jahren haben sich 3 306 polnische und deutsche Jugendliche, Berufsschüler aus Polen sowie Auszubildende aus dem Volkswagen Konzern, an den Jugendbegegnungen in Polen beteiligt. Gemeinsam tragen junge Frauen und Männer aus Deutschland und Polen dazu bei, die Gedenkstätte Auschwitz zu erhalten. Sie legen alte Wege wieder frei, reparieren Stacheldrahtzäune, legen Grundmauern von Häftlingsbaracken frei und setzen neue Fundamente, sie reinigen erwitterte Dachziegel, konservieren Schuhe der Ermordeten und sprechen mit Zeitzeugen, die Auschwitz überlebt haben.

Dabei werden die Auszubildenden und Berufsschüler seit mehr als 30 Jahren vom Exekutiv-Vizepräsidenten des Internationalen Auschwitzkomitees, Christoph Heubner, pädagogisch betreut und begleitet.

Das Internationale Auschwitz Komitee (IAK) wurde 1952 von Überlebenden gegründet, damit Auschwitz nicht vergessen wird. Im IAK sind Organisationen, Stiftungen und Holocaust-Überlebende aus 19 Ländern vereinigt. Das Komitee informiert auf Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch im Internet unter www.auschwitz.info.

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