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Volkswagen Sicherheitstraining für Biker: WAZ testet die Autostadt-Neuheit
Wolfsburg Volkswagen Sicherheitstraining für Biker: WAZ testet die Autostadt-Neuheit
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00:18 28.05.2019
Sicherheitstraining auf dem Autostadt-Parcours: WAZ-Reporter und Biker Carsten Bischof huscht durch die Slalomstangen. Quelle: Matthias Leitzke/Autostadt
Wolfsburg

Die Autostadt bietet auf ihrem Sicherheitsparcours ab sofort auch Sicherheitstrainings für Motorradfahrer an. WAZ-Redakteur Carsten Bischof nahm als einer der ersten Biker überhaupt an einem Sicherheitstraining teil – gemeinsam mit WAZ-Fotograf Roland Hermstein und der Wolfsburger Journalistin Simone Willmann, die unter anderem für die WAZ tätig ist.

Souveräner Motorrad fahren

Empfangen wird das bunte Trio von Trainer Paulo Duarte, Anja Kress (Autostadt Kommunikation) und Projektleiter Henrik Jentsch. Nach der Begrüßung durch Jentsch und Kress hören wir nur noch einem zu: Paulo (unter Bikern ist das „Du“ üblich). Was wir vom Sicherheitstraining erwarten, fragt er zum Abschluss der Vorstellungsrunde. Einhellige Meinung: sichereres, souveräneres Motorradfahren. „Das schaffen wir“, sagt er lächelnd und geht mit uns zu unseren Maschinen.

Sicher und souverän: So sollten Motorradfahrer immer unterwegs sein. WAZ-Mitarbeiter nahmen am neuen Sicherheitstraining in der Autostadt teil.

Ich fahre ein klassisches Naked Bike (Honda CB 1300), Roland eine Reiseenduro (Triumph Tiger), Simone einen Supersportler (Kawasaki ZX 10 R) – Paulo setzt sich auf eine schicke Ducati Monster 797. Wir starten mit lockeren Aufwärmrunden – inklusive leichten Turnübungen auf dem Sitz – über den rund 1,2 Kilometer langen Parcours. Es gibt eine kurvige „Landstraße“, zwei große Trainingsflächen und kleine Wendekreisel. Plötzlich winkt uns Paulo heran und erklärt uns die richtige Sitzposition – und korrigiert meine Haltung: Fußballen auf die Rasten, Rücken leicht beugen, Arme leicht anwinkeln.

Langsam fahren

Dann die erste Disziplin: langsam fahren. „Stellt Euch vor, Ihr fahrt an eine rote Ampel“, sagt Paulo. Natürlich können wir langsam fahren, aber Paulo will es noch langsamer. „Finger weg von der Vorderbremse, Fuß auf die Hinterbremse, kein Fuß berührt den Boden.“ Ich schwitze vor Konzentration. Dann Rollen nur mit Kupplung und Fußbremse – es funktioniert tatsächlich. Langsam einen Parcours fahren – beim dritten Mal nickt Paulo zufrieden. Und ich drehe erst einmal eine Abkühlrunde.

Video:

Schräglage in der Kurve

Es folgt die Paradedisziplin: Kurven in tiefer Schräglage. Auf einer Ducati Monster 821 mit „Stützrädern“ – ich komme nicht wirklich runter. Roland macht es deutlich besser, Sportfan Simone kratzt fast mit dem Knie über den Asphalt. Wahnsinn! Aber es ist kein Wettbewerb: „Diese Übung soll Euch zeigen: Wenn Ihr in einer kritischen Situation denkt, tiefer geht’s nicht, dann geht es doch tiefer“, sagt Paulo. „Das macht Euch sicherer.“

Bremsen mit und ohne ABS

Bremsen auch. Beschleunigen auf Tempo 50 und dann voll in die Eisen – auf den letzten Metern zittert mein ABS. „Weil Du ein altes Motorrad hast“, lacht Paulo. „Bei neuen Maschinen spürst Du das ABS kaum noch.“ Wie bei Simones Kawasaki. Roland hingegen hat gar kein ABS und muss bei der Vollbremsung höllisch aufpassen – das Hinterrad blockiert, er lässt die Bremse kurz los und tritt wieder drauf. „Menschliches ABS“, schmunzelt Paulo. „Gut gemacht.“ Dann Ausweichen und Bremsen: „Stellt Euch vor, ein Auto parkt plötzlich aus und Ihr müsst dran vorbei fahren. Geschwindigkeit abbauen, Kupplung ziehen und zügig am Hindernis vorbei.“

Lektionen gelernt

Klingt leichter, als es ist. Roland verpasst die Spur, ich knicke mit der Schulter eine Hindernisstange um, Simone bremst zu früh und zu stark. Aber mit jedem Versuch wird es besser. Wir werden sicherer und mutiger. Paulo hebt den Daumen und lächelt. Lektionen gelernt.

Reden hilft

Überhaupt: Er spricht zwischen den Übungen viel mit uns. Gibt uns wichtige Tipps für unseren individuellen Fahrstil. Sein Credo: „Ihr sollt auf alle Situationen im Straßenverkehr mental vorbereitet sein. Das macht sicherer und souveräner auf dem Motorrad.“

Verschwitzt, aber zufrieden

Genau das wollten wir auch. Wir gucken uns an: Nass geschwitzt, aber zufrieden. Wir fühlen uns souveräner.

Von Carsten Bischof

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