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Volkswagen Neue Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des T3-Bullis
Wolfsburg Volkswagen Neue Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des T3-Bullis
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17:00 06.11.2019
Eckberth von Witzleben vom Automuseum mit den Mitgliedern des Freundeskreises und ehemaligen Nutzfahrzeug-Entwicklern in der neuen Sonderschau zum Bulli T3. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Der VW Bulli ist ein echter Klassiker und mittlerweile zum wahren Kult-Auto geworden. Das Automuseum Volkswagen würdigt nun das 40-jährige Jubiläum der dritten Generation des Volkswagen Transporters (T3) mit der Sonderausstellung „Evolution statt Revolution“. Im Fokus stehen die im Transporter erstmals eingesetzten Aggregate – der Diesel und der Wasserboxer. Sie ersetzten Anfang der 1980er Jahre den bis dahin im Bulli verbliebenen luftgekühlten Boxermotor. Die Ausstellung ergänzt und begleitet die derzeitige Hauptschau „Generationswechsel“, die den innovativen Wandel hin zur neuen Pkw-Modellgeneration mit Frontmotor und Wasserkühlung beschreibt. Sie wird bis zum 1. März zu sehen sein.

Schnittmodell gewährt tiefe Einblicke

Während Volkswagen bei seiner neuen Pkw-Palette ab Anfang der 1970er Jahre auf Reihen-Frontmotoren und Wasserkühlung setzte, blieb es beim neuen T3 aus Kostengründen zunächst beim luftgekühltem Boxer im Heck. Doch der flach eingebaute Motor wurde schon bald durch zwei modernere Aggregate abgelöst: 1981 durch den 1,6-Liter-Reihen-Dieselmotor mit 50 PS, eine Modifikation des Selbstzünders aus dem Golf. Welche Kunstgriffe dafür nötig waren, zeigt das ausgestellte Schnittmodell. 1982 folgte der 1,9-Liter-Wasserboxer, der aus dem luftgekühlten 1,6-Liter-Triebwerk abgeleitet wurde und von einem Wassermantel umgeben war. Es war mit 60 und 87 PS zu haben.

Eine herausragende Innovation: Der Dieselmotor, wassergekühlt, der ab 1981 im T3 angeboten wurde. Quelle: Roland Hermstein

Bulli mit 180 PS

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Motoren fand ihren Höhepunkt im Sechszylinder-Wasserboxer von VW-Haus-Tuner Oettinger, basierend auf einer VW-Entwicklung und in der Topversion 180 PS aus 3,7 Litern leistend, wie das Exponat des Automuseums illustriert.

T3: Heute absoluter Kult

„Evolution statt Revolution“ hat sich beim T3 erfolgreich durchgesetzt, das zeigt auch die Modellvielfalt der ausgewählten Exponate von Multivan bis Doppelkabine. 1,3 Millionen Mal hat sich die dritte Generation verkauft. Sie ist bis heute eines der beliebtesten Nutzvehikel in Alltag. Und sie hat in der wachsenden Enthusiasten-Gemeinde Kultstatus erreicht.

Entwickler hält Vortrag

Im Rahmen der Themen-Sonderschau „Evolution statt Revolution“, die das 40jährige Jubiläum des Volkswagen Transporters der dritten Generation würdigt, wird Dipl.-Ing. Karl-Horst Fuhrmann, ehemaliger Fahrwerk-Entwickler bei Volkswagen, am Mittwoch, 13. November, um 17 Uhr einen Vortrag unter dem Titel „Der T3 - Neuer Wein in alten Schläuchen?“ halten.

Mit Ausnahme der anfänglichen Motorenpalette, bei der es beim luftgekühlten Motor im Heck blieb, ist der Volkswagen T3 eine vollständige Neukonstruktion. Das neue Fahrgestell ließ unter anderem erstmals Dreieckslenker mit Schraubenfedern anstelle der bis dahin gängigen Drehstabfederung zu und verhalf dem Wagen dadurch zu besserer Straßenlage und Fahrkomfort. Karl-Horst Fuhrmann wird in seinem Vortrag auf die Innovationen des Fahrwerks des T3, ihre technischen Entwicklungsschritte und die Auswirkungen auf Fahrverhalten und Fahrdynamik detailliert eingehen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt kostenlos.

Doppelte Käfer-Schau

Auch einem zweiten Kult-Auto von Volkswagen wird derzeit im Kunstmuseum die verdiente Ehre entgegen gebracht. Die neue Kunstausstellung „Von Käfern und Mehrflüglern“ widmet sich dem Käfer von zwei Seiten – als dem vierrädrigen Volkswagen Klassiker, der die individuelle Mobilität der Bevölkerung maßgeblich prägte sowie in seiner natürlichen Form, als sechs- und achtbeiniges Insekt in der Natur. Die Wolfsburger Künstlerin Christine Fechner hat die Schau gestaltet, die noch bis zum 16. Februar zu sehen sein wird.

Doppelte Käfer-Schau: Christine Fechner (rechts) erklärt Susanne Wiersch wie sie zu ihren Motiven kam. Quelle: Roland Hermstein

Plattform für lokale Künstler

Zum dritten Mal bietet das Automuseum Volkswagen einer Wolfsburger Künstlerin eine Plattform, ihre Werke im Rahmen von „Mobilart. Kunst im Automuseum Volkswagen.“ zu präsentieren. Das Leitmotiv Fechners ist es, Natur, Mensch und Bewegung in Einklang zu bringen. Und so spiegeln die Collagen, Zeichnungen und Aquarelle den Käfer in seiner ursprünglichen Form und in seiner natürlichen Umgebung wider, aber ebenso – für eine Wolfsburgerin nicht ungewöhnlich – als Automobil, mit dem Volkswagen und Wolfsburg groß geworden sind und das bis heute emotionale Erinnerungen weckt.

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