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Volkswagen Airbag-Probleme: VW ruft über 203 000 Autos in die Werkstatt zurück
Wolfsburg Volkswagen Airbag-Probleme: VW ruft über 203 000 Autos in die Werkstatt zurück
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20:24 19.09.2019
Problemkind Airbag: In VW- und Porschemodellen kann er ungewollt auslösen. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Volkswagen und Porsche müssen weltweit rund 227 000 Autos in die Werkstatt zurückrufen. Der Grund sind fehlerhaft arbeitende Airbags und Gurtstraffer – der Airbag kann ungewollt ausgelöst werden. In Deutschland sind über 55 000 Fahrzeuge vom Rückruf betroffen.

Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) habe es bisher zwei Fälle gegeben, in denen der Airbag ungewollt ausgelöst worden sei – zum Glück ohne dass es zu einem Unfall kam. In einem dritten registrierten Fall habe der Gurtstraffer plötzlich ungewollt ausgelöst – auch hierbei habe es keinen Unfall gegeben. Das Problem laut KBA: Die betroffenen Fahrzeuge benötigten ein Software-Update im Airbag-Steuergerät.

Kondensatoren arbeiten fehlerhaft

Laut einem VW-Sprecher seien „nicht ordnungsgemäß funktionierende Kondensatoren“ das Problem. Denn: Die Kondensatoren seien für die Spannungsversorgung der Airbagsysteme verantwortlich. Arbeiten die nicht einwandfrei, können Fehlfunktionen im Airbag auftreten. Im Klartext: Der Airbag „denkt“, jetzt gibt es einen Unfall, und löst aus. Etwa beim Stehen, beim Einparken oder auch während der Fahrt. „Deshalb spielen die Werkstätten eine neue Software auf“ so der VW-Sprecher. Damit sei das Problem behoben.

Betroffen sind laut KBA rund 203 000 Exemplare der VW-Modelle Tiguan, Sharan und CC aus dem Baujahr 2015 sowie etwa 23 500 Porsche 911, Boxter, Cayman und Panamera der Baujahre 2015 und 2016. In Deutschland werden rund 53 000 Volkswagen und 3900 Porsche zurückgerufen.

Brief an alle Besitzer

„Alle betroffenen Besitzer bekommen demnächst einen Brief von uns“, sagt der VW-Sprecher. Erfahrungsgemäß funktioniere ein Rückruf „sehr gut“ – die allermeisten Autobesitzer würden sich in ihrer Werkstatt melden. Nicht nur in Deutschland, sondern in allen betroffenen Ländern. Das Aufspielen der neuen Software dauere „nicht lange“. Wie teuer der Rückruf für Volkswagen werde, könne man noch nicht beziffern.

Von Carsten Bischof

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