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Volkswagen Das ist der selbst konstruierte Rennwagen der wob-racing-Studenten
Wolfsburg Volkswagen Das ist der selbst konstruierte Rennwagen der wob-racing-Studenten
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00:20 20.05.2019
Ein echter Hingucker: Das Team von wob-racing mit ihrem brandneuen Rennwagen WR-15. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Sie bezeichnen sich augenzwinkernd als zweitgrößten Autobauer Wolfsburgs –wahrscheinlich zurecht. Denn die Ostfalia-Studenten des Teams wob-racing bauen zwar nur ein Auto pro Jahr, das hat es aber in sich. Am Freitagnachmittag wurde der brandneue Rennbolide in der Autostadt vorgestellt – im Beisein von der Vertretern aus der Politik, dem Hochschulwesen und zahlreicher Sponsoren aus der Wirtschaft.

185 PS auf nur 190 Kilo

Satte 185 PS bei nur 190 Kilogramm Gesamtgewicht, ein vollelektrischer Allradantrieb, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa 2,4 Sekunden, ein Leichtbau CFK-Monocoque, eine Hochleistungsbatterie, W-LAN mit direkter Datenübertragung an die Rennleitung sowie modernste Fahrassistenzsystem: Die Eckdaten des neuen Wagens WR-15 sind beeindruckend.

Alles neben dem Studium

Besonders wenn man bedenkt, dass die gesamte Arbeit von der Planung über die Konstruktion und Fertigung bis zur Vermarktung von den Studenten allein verrichtet wird. „Da steckt schon enorm Arbeit dahinter. 40 Stunden in der Woche zusätzlich zum Studium sind normal. Einige von uns haben in letzter Zeit auch viele Nächte durchgearbeitet“, erzählt Niklas Braun, Projektleiter Elektrik. Denn bei den Wagen handelt es sich beinahe jedes Jahr um eine komplette Neuentwickung, bei der die modernsten Technologien zum Einsatz kommen.

Jetzt kommen die Testfahrten

Mit der Präsentation ist die Arbeit allerdings noch keineswegs abgeschlossen. „Ein Rennwagen ist niemals fertig“, sagt Braun. Deswegen geht es jetzt in die heiße Testphase. „Im Juni stehen wir dann jeden Tag an der Teststrecke und versuchen das Maximum rauszuholen“, erklärt er.

Es geht auf den Hockenheimring

Danach geht dann die Renn-Saison los. Das Team von wob-racing wird insgesamt an drei Events des mit 127 Teams und jährlich 14.000 beteiligten Studenten weltweit größten Konstrukteurswettbewerbs der Welt, der Formula Student, teilnehmen. Es geht nach Holland, Österreich und an den Hockenheimring. „Das Ziel ist es, bei jedem Rennen in den Top-Ten zu landen“, so Braun. Im letzten Jahr reichte es in Hockenheim zum 24. Platz, in Andorra holte man den Sieg.

Das ist das Team wob-racing

Das momentan 35-köpfige Team wob-racing besteht komplett aus Ostfalia-Studenten aller Fachrichtungen. Das Team wurde 2003 gegründet und hat mittlerweile mit 14 verschiedenen Rennwagen, die alle in Eigenleistung hergestellt wurden, an dem weltweiten Renn- und Konstrukteurswettbewerb Formula-Student teilgenommen. Es ist damit eines der ältesten Teams. 2011 ging das Team erstmals mit einem Rennwagen mit Elektroantrieb an den Start, seit letztem Jahr verfügt der Wagen sogar über Allrad-Antrieb. Neben der technischen Seite kümmern sich die Studenten auch um wirtschaftliche Aspekte wie das Budget oder die Vermarktung.

Von Steffen Schmidt

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