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Velpke/Lehre Übung in luftiger Höhe: Rettung an Windkraftanlage
Wolfsburg Velpke/Lehre Übung in luftiger Höhe: Rettung an Windkraftanlage
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19:49 19.12.2018
Übung an der Windkraftanlage: Die Feuerwehren und das THW probten die Personenrettung und hingen auch über dem Abgrund. Quelle: Feuerwehr SG Velpke
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Volksmardorf

„Die Swisspower Renewables GmbH, die Betreiber der Anlage ist, ist auf die Feuerwehr zugegangen, um Vorgehensweisen bei einem Feuer zu üben“, schilderte Mirko Wogatzki, Pressesprecher der Feuerwehren der Samtgemeinde Lehre. Ortsbrandmeister Lars Baumgart aus Volkmarsdorf nahm das Angebot gern an und organisierte die Übung, die es in sich hatte. „Der Brand einer Gondel in einem Windkraftrad birgt zahlreiche Schwierigkeiten für die Einsatzkräfte“, so Wogatzki. „Kommt es dort zu einem Feuer, besteht die Gefahr, dass die angebrachten Rotorblätter und weitere Teile in die Tiefe stürzen. Dreht sich das Windrad noch, nimmt das Risiko durch die Fliehkraft weiter zu.“

Empfohlen wird daher eine Sperrzone von 500 Metern um das Windkraftrad. Durch herabfallende brennende Trümmerteile können Vegetationsbrände entstehen. Diese und weitere Informationen wurden den Einsatzkräften in der Vorbesprechung und bei der Besichtigung der Windkrafträder mitgeteilt. Anschließend starteten die Übungen an zwei Windkrafträdern. Die Feuerwehr übte an einer Anlage die Rettung vermisster Personen. Hierfür wurde auf der untersten Ebene eine Puppe drapiert, die mit unterschiedlichen Hilfsmitteln durch wechselnde Trupps gerettet werden sollte. Auch das richtige Einbinden der Person auf dem Spineboard für den Transport wurde geübt. Die beengten Verhältnisse machten den Abtransport bedeutend schwieriger. Eine weitere Herausforderung stellte die Rettung von der ersten Plattform in rund drei Metern Höhe dar. Wogatzki: „Hier war die Bewegungsfreiheit schon sehr eingeschränkt.“

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Übung an der Windkraftanlage: Drei Feuerwehren aus der Samtgemeinde Velpke und das THW probten die Personenrettung und hingen auch über dem Abgrund.

An der zweiten Anlage wurde das Retten aus großer Höhe durch das THW geübt. Aus der Gondel in 65 Metern Höhe wurden hier ebenfalls verschiedene Szenarien und das Abseilen geprobt. Nach einer kleinen Stärkung im Volkmarsdorfer Feuerwehrgerätehaus bestand für die Feuerwehrleute die Möglichkeit, sich zusammen mit einem Kameraden der Höhenrettungsgruppe aus der Gondel abzuseilen. Die Gelegenheit nutzten auch drei Kameraden der Feuerwehr. „Am Ende des Tages waren sich alle einig: Es war eine tolle und lehrreiche Übung“, so Wogatzki.

Von der WAZ-Redaktion