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Velpke/Lehre Renaturierung der Schunter bei Flechtorf und Lehre war erfolgreich
Wolfsburg Velpke/Lehre Renaturierung der Schunter bei Flechtorf und Lehre war erfolgreich
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17:15 23.05.2019
Exkursion: Die Teilnehmer nahmen die mäandernde Schunter in Augenschein. Quelle: Burkhard Heuer
Lehre/Flechtorf

Es war von 2011 bis 2012 das größte Fließwasser-Renaturierungsprojekt des Landes Niedersachsen: Bagger hoben ein zweites Bett für die Schunter zwischen Flechtorf und Lehre aus. Über zwei Kilometer schlängelt sich das Flüsschen in Mäandern durch extensiv genutzte Wiesenflächen, wälzt sich über Steinschüttungen und bricht Ufer steil ab, um hier beispielsweise dem Eisvogel ideale Bedingungen für den Bruthöhlenbau zu schaffen. Sieben Jahre nach Vollendung des Projektes lud die Stiftung Naturlandschaft des BUND zur einer Gewässerwoche ein. Eine Exkursion führte am Mittwoch in die Stemmwiesen zwischen der Ortsgrenze Flechtorf und der ICE-Trasse. Hier konnten die Teilnehmer begutachten, was die Natur aus der von Menschenhand geschaffenen Starthilfe gemacht hat.

Der neue Arm der Schunter hat wieder seinen ursprünglichen Verlauf erobert

Stiftungspräsident Karl-Friedrich Weber und Geschäftsführer Marc Böhles von der Stiftung Naturlandschaft ließen noch einmal die Entwicklung des Projektes Revue passieren, das ursprünglich als Ausgleich für die ICE-Trasse auf rund 80 Hektar entstanden ist. Verbände, Institutionen, Forstverwaltung Gemeinden und Landkreis hätten in diesem Projekt vorbildlich zusammengearbeitet. Während sich in Sichtweite die „alte“ Schunter wie ein schnurgerader Kanal durch die Landschaft zieht, hat der neue Arm wieder seinen ursprünglichen Verlauf erobert. „Es ist tatsächlich alles so gekommen, wie wir es uns vorgestellt haben“, erklärte Stiftungspräsident Weber nicht ohne Stolz.

Schon 30 Störche unmittelbar beieinander gesichtet

Dipl.-Forstingenieur Böhles zog ebenfalls eine erfolgreiche Zwischenbilanz: „Kranich und Fischotter fühlen sich hier ebenso wohl wie beispielsweise die Weißstörche.“ Er selbst habe schon mal 30 Störche unmittelbar beieinander gezählt.

Interessiert folgten rund 30 Exkursionsteilnehmer auch den Ausführungen von Professor Dr. Heiko Brunken, von der Hochschule Bremen. Der Fischexperte berichtete über Abfischaktionen, die eine vielfältige Unterwasserfauna zutage förderten. „Bemerkenswert ist die Rückkehr der Elritze als Indikator für eine relativ gute Wasserqualität“, sagte Brunken. Offen sei lediglich, ob auch der Lachs einmal wieder in die Schunter zurückkehre.

Von Burkhard Heuer

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