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Velpke/Lehre Post-Ärger in Danndorf: Zwei Wochen keine Briefe
Wolfsburg Velpke/Lehre Post-Ärger in Danndorf: Zwei Wochen keine Briefe
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17:32 10.12.2019
Probleme bei der Zustellung: Das Paketaufkommen hat sich seit November mehr als verdoppelt. Verzögerungen besonders bei der Briefpost sind deshalb vor Weihnachten zu erwarten. Quelle: dpa
Danndorf

Es ist ein unangenehmer Nebeneffekt des Online-Handels: Rund um den Black Friday und die Weihnachtszeit geht bei der Deutschen Post buchstäblich die Post ab. Vor allem das immens erhöhte Paketaufkommen macht den Zustellern zu schaffen, dass viele Menschen lange auf ihre Post warten müssen. So auch in Danndorf. Dort sind vor allem Briefe im zugehörigen Kasten ein seltener Anblick.

Danndorferin ist sauer

„Seit 14 Tagen bekommen wir hier auf der Feldstraße keine Briefpost mehr“, berichtet die Danndorferin Tanja Liebhardt. Nach einem Beschwerdeanruf unter einer Servicenummer sei dann die Briefpost der gesamten Woche am Samstag in ihrem Briefkasten gelandet. In der ersten Dezemberwoche ging es weiter wie gehabt: von Briefen keine Spur. „Wir finden das wirklich unverschämt“, ärgert sich Liebhardt.

Black Friday ist schuld

Auf ihre Beschwerde hin habe man ihr erklärt, Black Friday, Cyber Monday und Weihnachten seien Schuld am hohen Paketaufkommen. Liebhardt will das so nicht gelten lassen. „Diese Tage gibt es doch nicht erst seit 2019, das kann man doch planen.“

Personalsuche ist schwierig

Doch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus, wie die WAZ auf Nachfrage von der Post erfuhr. „Gerade in Wolfsburg und Umgebung ist es sehr schwer, Personal zu finden“, erklärt Deutsche Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. Denn durch Volkswagen und die Autonomiebranche herrsche auf dem Arbeitsmarkt große Konkurrenz, mit der gerade gehaltstechnisch nur schwer mitzukommen ist.

Extremes Paketaufkommen

In der Vorweihnachtszeit macht sich dieses Problem dann besonders bemerkbar. „Das Sendungsaufkommen ist dann um 90 Prozent höher“, so Hogardt. Das betreffe vor allem den Paketbereich, aber auch das Briefpostaufkommen sei zu dieser Zeit deutlich höher. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein singuläres Problem. Hogardt: „Das ist jedes Jahr so“.

Auch Krankheitsstand macht sich bemerkbar

Deswegen versucht man bei der Deutschen Post, frühzeitig zu planen. Schon im Sommer würden Leute angeworben. „Die versuchen wir dann schon im Oktober einzuarbeiten“, erklärt Hogardt. Doch eben das gestaltet sich in der Region Wolfsburg schwierig. Zudem würden immer wieder auch einige Leute wieder abspringen. Ein jahreszeitlich bedingter, erhöhter Krankenstand tut das Übrige. Resultat sind Verzögerungen bei der Zustellung.

Mit Verzögerungen bis Weihnachten ist zu rechnen

Und zu diesen wird es im Raum Wolfsburg wohl auch noch bis Weihnachten kommen. „Unsere Leute arbeiten hart und sind dabei, die Rückstände abzuarbeiten“, versichert Hogardt. Damit auch jeder pünktlich zu Weihnachten seine Geschenke und Grüße bekommt.

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Von Steffen Schmidt

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