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Velpke/Lehre Gemeinderat setzt Millionenprojekt „Velpker Sportanlage“ um
Wolfsburg Velpke/Lehre Gemeinderat setzt Millionenprojekt „Velpker Sportanlage“ um
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18:00 06.12.2019
Beschlossene Sache: Der B- Platz des SV Velpke wird vergrößert und gedreht. Aus dem derzeitigen Rasenplatz wird ein Kunstrasenplatz. Quelle: Roland Hermstein
Velpke

Über das Millionenprojekt Velpker Sportanlage, die allerdings nur von etwa „fünf Prozent der Velpker genutzt werde, wie Ratsmitglied Thomas Link (parteilos) anmerkte, entschied der Gemeinderat Velpke in seiner Sitzung. Doch ist es beschlossene Sache: die Sportanlage wird für rund 2, 1 Millionen Euro umgebaut. Diese Summe rief Kritiker aus den CDU-Reihen auf den Plan. Diskutiert wurde, ob der Sportverein zwei Fußballplätze benötige, wie von der Verwaltung vorgesehen. Fest steht: Aus dem B-Platz wird ein Kunstrasenplatz, der A-Platz bleibt als Rasenplatz bestehen.

SPD: Sportverein braucht zwei Fußballplätze

Einig waren sich die Ortsratmitglieder zumindest zu Beginn der Sitzung, dass der Sportplatz zukunftsfähig gestaltet werden müsse. Doch darüber, wie der Umbau realisiert werden solle, entfachte eine hitzige Diskussion: Die Christdemokraten hatten vor Beschlussfassung im Gemeinderat beantragt, die Tartanbahn um den geplanten Kunstrasenplatz herumzuführen, „um auf dem A-Platz spätere kleinere Hallen zu bauen“, wie Sahr mitteilt.

Die SPD-Fraktion sah das anders: „Die Tartanlaufbahn, um den zukünftigen Kunstrasenplatz zu bauen geht nicht, die Verfüllung des Kunstrasenplatzes mit Quarzkies oder Kork würde die Laufbahn beschädigen. Aus eben diesem Grund benötige die Sportanalage einen zweiten Rasenplatz, auf dem Diskus- und Speerwurf möglich sei. In diesem Zusammenhang kritisiert die CDU jedoch, dass auch Kunstrasenplatz ohne Verfüllung möglich gewesen sei, der beauftragte Planer diese Möglichkeit vorab jedoch nicht erklärt habe.

Christdemokraten wollten Kosten weiter beraten

Die CDU-Fraktion hakte nach: „Ist es wirklich notwendig, dass der Sportverein zwei Plätze braucht?“, fragte CDU-Ratsmitglied Lothar Wenzel. Ihm zur Seite argumentierte Christdemokrat Thomas Link, dass nur weniger Velpker den Sportplatz nutzen und 95 Prozent der Bürger zu Recht erwarten, dass das Thema ausführlich diskutiert werde. „Wir müssen über den Umbau weiter beraten“, ergänzt Roland Sahr von der CDU-Fraktion. „Es geht darum, ob der Umbau ein oder zwei Millionen kostet“, so Link.

Das wiederum stieß den Sozialdemokraten bitter auf. „Die Alternativen hätten auch früher diskutiert werden können, als nun kurz vor dem Grundsatzbeschluss“, wirft Sebastiano Di Maria (SPD) ein. Als die Suche nach dem „Haar in der Suppe“ bezeichnete SPD-Ratsmitglied Herbert Groenke die Argumentation der CDU-Fraktion. „Der Verein braucht einen Kunstrasenplatz, die Anlage ist über 40 Jahre alt“, sagt Groenke zu Beginn der Sitzung. Drei Mal seien Mitglieder der SPD-Fraktion bei einer Besichtigung vor Ort gewesen.

Eigenleistungen des SV Velpke im Gespräch

Vorausgegangen war dieser Diskussion ein Antrag der CDU-Fraktion, die Kosten des Umbaus zu reduzieren. Sie hatten vorgeschlagen, den Velpker Sportverein und den FC Nordkreis mit Eigenleistungen und Eigenmitteln am Bauprojekt zu beteiligen. Zudem sei es notwendig mit der Samtgemeinde und dem Landkreis ins Gespräch zu kommen, so Christdemokrat Sahr. Der Antrag wurde drei Mal abgelehnt, zuletzt in der Sitzung des Ortsrates kurz vor der Beschlussfassung im Gemeinderat. „Natürlich reden wir mit dem Verein über Eigenleistung“, sagt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke. Er winkt jedoch ab, dass sich die Samtgemeinde an den Kosten beteiligt. Auch eine Bezuschussung aus Landesmitteln schätzt Fricke als relativ gering ein.

Von Nina Schacht

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