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Velpke/Lehre Gemeinde Lehre macht Kastration von Katzen zur Pflicht
Wolfsburg Velpke/Lehre Gemeinde Lehre macht Kastration von Katzen zur Pflicht
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20:00 30.07.2019
Neue Verordnung: Freilaufende Hauskatzen müssen in der Gemeinde Lehre ab August kastriert sein. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Lehre

Katzenbesitzer in der Gemeinde Lehre müssen sich jetzt sputen: Ab dem 1. August greift auf dem Gemeindegebiet eine neue Verordnung, welche die Kastration und Registrierung der Tiere vorschreibt. Verabschiedet wurde die neue Satzung in der letzten Gemeinderatssitzung.

Registrierung ist auch erforderlich

Von der neuen Regelung betroffen sind alle freilaufenden Katzen, die älter als fünf Monate sind. Diese müssen künftig nicht nur kastriert, sondern auch mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Ferner schreibt die Verordnung vor, das Katzenhalter ihr Tier in einer Haustier-Datenbank wie zum Beispiel Tasso registrieren lassen. Die Kastration müssen die Tierhalter mit einer entsprechenden Bescheinigung eines Tierarztes nachweisen können.

Auch wer füttert, ist verantwortlich

Ein brisanter Zusatz: Gemäß der neuen Verordnung zählt auch als Tierhalter, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt. Auch diese Personen können also künftig bei fehlender Kastration oder Registrierung zur Verantwortung gezogen werden.

Lange Diskussion in Lehre

Diskutiert wird die Kastrationspflicht in der Gemeinde Lehre schon lange. 2015 etwa hatte der Gemeinderat sich noch mit einer deutlichen Mehrheit dagegen entschieden. Begründung damals: Verstöße gegen eine solche Regelung seinen kaum zu kontrollieren. Damals wie heute ging der Diskussion ein Antrag des Vereins Tierschutz Lehre voran. Diesmal ist dieser allerdings von Erfolg gekrönt.

Unkontrollierte Fortpflanzung soll unterbunden werden

Der Verein Tierschutz Lehre kümmert sich schon seit vielen Jahren um das Thema und hat sein besonderes Augenmerk auf freilebende Katzen gelegt. Regelmäßig bietet der Verein entsprechende Kastrations-Aktionen an, die aus eigener Tasche bezahlt werden. Das Ziel dieser Aktionen und der neuen Verordnung ist die Vermeidung einer unkontrollierten Vermehrung der Hauskatzen. Diese führt laut Tierschutzorganisationen verstärkt zu Infektionskrankheiten und Parasitenbefall oder Mangelerscheinungen.

Beitrag zum Tierschutz

In den umliegenden Kommunen sind solche Verordnungen schon länger in Kraft –beispielsweise in Wolfsburg, Braunschweig, Königslutter. Die dort gemachten Erfahrungen würden zwar zeigen, dass gezielte Kontrollen von Tieren und damit eine Einhaltung der Verordnung weiterhin nur so gut wie unmöglich seien, dafür sei aber dennoch festgestellt worden, dass die Tierbesitzer den Regelungen vermehrt nachkommen, begründete die Gemeindeverwaltung in der vom Rat verabschiedeten Beschlussvorlage. In der Praxis bedeute dies, dass ein unkontrolliertes Vermehren von freilebenden Katzen damit reduziert und ein Beitrag zum Tierschutz geleistet werden könne.

Von Steffen Schmidt

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