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Velpke/Lehre Fusionspläne: Das sagt die Gemeinde Lehre
Wolfsburg Velpke/Lehre Fusionspläne: Das sagt die Gemeinde Lehre
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00:19 24.03.2019
Bald vereint? Wenn es nach Lehres Bürgermeister Andreas Busch geht, sollte die Fusion zwischen  dem Landkreis Helmstedt und der Stadt Wolfsburg auf Eis gelegt werden.
Bald vereint? Wenn es nach Lehres Bürgermeister Andreas Busch geht, sollte die Fusion zwischen dem Landkreis Helmstedt und der Stadt Wolfsburg auf Eis gelegt werden. Quelle: Archiv
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Nachdem ein Antrag von Fusionsbefürwortern aus den Reihen der UWG, ZIEL, FDP, SPD und Grünen auf Wiederaufnahme der Gespräche letzte Woche vor dem Helmstedter Kreistag kurzfristig vertagt wurde, wird er im Juni erneut vor dem Kreistag landen. Lehres Bürgermeister Andreas Busch hat eine klare Meinung zu den Fusionsplänen: „Landkreis und kommunale Identität dürfen nicht einfach entsorgt werden.“

Ja zur Zusammenarbeit

Dabei betont er durchaus die Wichtigkeit interkommunaler Zusammenarbeit. „Das zeigt auch das Beispiel der Prüfung unserer Finanzen durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Wolfsburg“, so Busch, der auch Projekte aus dem Tourismusbereich als erfolgreiche Beispiele anführt. Und auch ohne Fusion könnten der Landkreis und die angrenzenden Kommunen der Stadt Wolfsburg bereits helfen. Der Landkreis Helmstedt befände sich zudem auf einem guten Weg. Busch: „Bis zur Kommunalwahl 2016 wurde er systematisch klein geredet. Jetzt wurde viel auf den Weg gebracht und es bestehen gute Aussichten.“ Beispiele seien die Bewerbung für die Ansiedlung eines Batterieforschungszentrums oder die gerade auf den Weg gebrachte Wirtschaftsentwicklung.

Gemeinden gelähmt?

„All das zählt nun offenbar nichts mehr, man sucht das Heil in der Fusion“, ärgert sich Busch über den Antrag. Vor allem, da die Fusion verfassungsrechtlich immer noch nicht möglich sei. „Rechtlich hat sich seit 2014 nichts geändert“, betont Busch. Durch die anhaltenden Fusionsbemühungen werden die Gemeinden nun dennoch gelähmt. „Langfristige Planungen werden dadurch verhindert, Verwaltungen lahm gelegt“, beschreibt Busch.

Interessen der Orte wahren

Er will und werde weiter für eine starke, unabhängige Gemeinde Lehre kämpfen. Denn: „Was es für unsere Orte bedeutet, wenn sie sich nicht mehr kommunal selbst verwalten, sondern irgendwo Stadtteil wären, kann man andernorts beobachten“, so Busch. In der Gemeinde Lehre hingegen habe er noch nie davon gehört, dass die Interessen eines Ortsrates nicht gewürdigt würden.

Von Steffen Schmidt