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Velpke/Lehre Dart-Club „Iron Oaks“ sorgt für Furore
Wolfsburg Velpke/Lehre Dart-Club „Iron Oaks“ sorgt für Furore
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10:00 26.04.2019
Trendsport: Darts wird in Deutschland immer beliebter – auch im kleinen Ort Saalsdorf. Quelle: Roland Hermstein
Saalsdorf

Ende des vergangenen Jahre verfolgten Millionen von Zuschauern die Darts-WM in London vor dem Fernseher, die Zuschauer machten die ausverkaufte Arena zum Tollhaus – mit Kostümen, Gesängen und viel Alkohol. Darts, das ist mittlerweile zu einer echten Trendsportart geworden. Auch in der Samtgemeinde Velpke erfreut sich das Pfeilewerfen einer immer höheren Beliebtheit. Zum Mittelpunkt des Dartsports ist dabei der kleine 300-Seelen-Ort Saalsdorf geworfen. Hier haben sich vor gar nicht langer Zeit aus einer Reihe von begeisterten Hobby-Dartern die „Iron Oaks“ gegründet. Nicht nur aus sportlicher Sicht eine echte Erfolgsgeschichte.

Souverän zur Meisterschaft

„Wir haben 2017 angefangen zu trainieren“, erinnert sich Dominik Füllbier von den „Iron Oaks“. „2018 sind wir dann gleich mit zwei Mannschaften in den offiziellen Spielbetrieb gestartet.“ Die Saison in der Kreisliga verlief dabei ausgesprochen erfolgreich. Während sich die zweite Mannschaft solide Ergebnisse erspielte, startete die erste so richtig durch und hat sich ohne Niederlage bereits deutlich vor Saisonende den Aufstieg als Meister gesichert.

Die „Iron Oaks“ haben als junger Dart-Club eine echte Erfolgsgeschichte hinter sich.

Großer Zulauf

Zudem hat der Club seinem Dachverein, dem SV Saalsdorf, einen Aufschwung beschert. „Überall haben die Vereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Bei uns werden es immer mehr“, erzählt Füllbier und ergänzt: „Der Prozess ist aber noch nicht abgeschlossen. Nächstes Saison wollen wir sogar eine dritte Mannschaft melden.“

Ein Sport für jeden

Das dürfte auch nötig werden. 23 aktive Sportler und 12 bis 15 Hobby-Darter – Tendenz steigend – treffen sich mittlerweile regelmäßig montags und mittwochs ab 18 Uhr zum Training im Saaldorfer Dorfgemeinschaftshaus – unter ihnen sowohl Männer, als auch Frauen beinahe jeder Altersgruppe. „Das ist ja auch ein Grund, warum Dart so im Trend liegt“, weiß Füllbier. „Eigentlich kann jeder den Sport ausüben. Er braucht nur eine Scheibe, Pfeile und Licht.“

Absolute Vergleichbarkeit

Zudem mache man bei regelmäßigem Training schnell Fortschritte und diese seien wunderbar messbar. „Das Schöne an Darts ist die absolute Vergleichbarkeit“, erklärt Füllbier. Anhand des „Averages“ oder der „Doppel-Quote“ – also dem durchschnittlichen Punktewert pro Aufnahme (drei Pfeile) oder der Trefferquote auf die Doppel-Felder am äußeren Rand der Scheibe, die man treffen muss, um einen Durchgang erfolgreich zu beenden – könne man sich ganz objektiv auch mit den Größen des Sports vergleichen. Während also Profis einen „Average“ von um die 100 hinlegen, liegt er bei den schwächeren Saalsdorfer Spielern bei 30 bis 40. „Aber unsere besten legen auch mal eine 80 hin“, erzählt Füllbier.

Konzentration und Präzision sind gefragt

Entscheidend dabei sind vor allem geistige Fähigkeiten. „Darts geht extrem auf die Psyche. Absolute Konzentration, Nervenstärke und Präzision sind gefragt“, weiß Füllbier. Es geht schließlich darum, einen bestimmten Bewegungsablauf möglichst konstant abzurufen. „Obwohl es rein körperlich gar nicht so anstrengt, ist man nach einem Spiel deswegen ausgelaugt.“

Erfolgreiches Doppelturnier

Beim Doppel-Turnier der „Iron Oaks“, das jetzt in Saaldorf stattfand, waren die Ausmaße des Dart-Hypes übrigens schon anhand der Auto-Kennzeichen vor dem Dorfgemeinschaftshaus gut zu erkennen. 26 Teams aus der ganzen Region Braunschweig waren der Einladung gefolgt. Das Niveau konnte sich durchaus sehen lassen. So gelangen einem Spieler des Siegerteams gleich zwei 180er – das höchstmögliche Ergebnis mit einer Aufnahme. Und auch Füllbier selbst setzte mit einer 171 und einem High-Finish von 112 Punkten ein Ausrufezeichen.

Von Steffen Schmidt

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