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Velpke/Lehre Classic-Computing-Schau: Als „Frogger“ auf dem Atari hüpfte
Wolfsburg Velpke/Lehre Classic-Computing-Schau: Als „Frogger“ auf dem Atari hüpfte
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20:33 22.09.2019
Börnekenhalle in Lehre: Hier fand die „Classic Computing“-Schau statt, ein bundesweites Treffen für Freunde von klassischen Computersystemen der 70er, 80er und 90er-Jahre. Quelle: Roland Hermstein
Lehre

Computer vor allem aus den 70er, 80er und 90er-Jahren faszinierten die Besucher in der Börneckenhalle am Samstag und Sonntag. Der Verein zum Erhalt klassischer Computer lud dorthin zu seiner jährlichen „Classic Computing“ ein. Insgesamt 70 Aussteller zeigten ihre restaurierten oder auch modernisierten Geräte.

Früher ultramodern, heute im Grunde nicht mehr zu gebrauchen: So könnte man die Ausstellungsstücke der Classic-Computing-Schau in der Börnekenhalle in Lehre beschreiben. Bis heute gibt es dennoch viele Enthusiasten, für die Rechner aus der Pionierzeit der Heimcomputer einen hohen emotionalen Stellenwert besitzen.

„Hier sind alle Systeme willkommen. Niemand ist ausgeschlossen. Das ist das coole an diesem Verein“, freute sich Silke Block. Die Neindorferin, die aus Lehre stammt, war in diesem Jahr für die Organisation vor Ort zuständig. „Wir versuchen, die Classic Computing immer an möglichst unterschiedlichen Orten stattfinden zu lassen“, erklärte Stephan Kraus, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt klassischer Computer.

Verein hat 200 Mitglieder

Der Verein hat etwa 200 Mitglieder, die größtenteils über Deutschland verteilt sind, aber auch aus dem Ausland kommen. „Jedes Jahr richtet ein Mitglied die Classic Computing in seiner Nähe aus“, sagte Kraus. In diesem Jahr war es Silke Block, die Anfang der 90er ihren ersten Amiga 500 hatte und seit Mitte der 90er selbst an den Computern bastelt.

Geräte, die man noch versteht

„Das schöne an den alten Geräten ist ja, dass man sie noch gut verstehen kann“, sagte Stepahn Kraus. Und das sei auch nötig. Denn natürlich gibt es für keines der Geräte mehr Ersatzteile. Wer seinen Rechner reparieren möchte, muss sich selbst in die Materie einarbeiten. Dabei entstehen dann auch manches Mal exotische Erweiterungen. So war auf der Messe ein alter Atari zu sehen, an den gleich acht Joysticks angeschlossen waren, mit denen man im Multiplayer-Modus ein „Frogger“-ähnliches Spiel spielen konnte.

Bürocomputer waren Groß wie eine Schrankwand

Neben den vielen Computern für den Hausgebrauch zeigte das Computermuseum Visselhövede große Bürocomputer, die für damalige Privatnutzer unerschwinglich teuer waren, aber im Vergleich zum heutigen Smartphone natürlich kaum Leistung haben. Auch Computer der Firma Wang Laboratories waren zu sehen. Die Basic-Computer fanden in den 70er Jahren Einzug in Banken, Lebensmittelhandel und viele andere Bereiche.

Pionierzeit der Büro- und Heimcomputer

Zwischen Nostalgie und Technikbegeisterung bewegte sich das Interesse der Besucher und der Aussteller. Die gezeigten Geräte repräsentieren die Pionierzeit der Büro- und Heimcomputer. Es war die erste Generation nach den Großrechnern, die großen Konzernen vorbehalten waren. Dieser Pioniergeist ist auch heute noch bei den Besitzern der alten Rechner zu spüren, die ihre Bausteine selbst zusammenlöten, schon „ausgestorbene“ Chips wie den SID, den Soundbaustein des legendären C 64, nachkonstruieren, um den typischen Sound der 80er zu erhalten.

Von Robert Stockamp

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