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Velpke/Lehre Bürger kritisiert: Wendhäuser Wald wurde kahl geschlagen
Wolfsburg Velpke/Lehre Bürger kritisiert: Wendhäuser Wald wurde kahl geschlagen
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16:47 25.11.2019
Abgeholzt: Gerd Heidler zeigt auf Stämme, die im Wendhäuser Wald gepoltert wurden. Quelle: Britta Schulze
Lehre

Gerd Heidler ist erschüttert: Der Wendhäuser Wald wurde zerstört, sagt er. An den Wegesrändern türmten sich die Höhlenbäume, welche Spechte und Fledermäuse dringend als Quartier benötigten. Der Wendhäuser spricht von einem „Kahlschlag“ im Wald zwischen Wendhausen und Essenrode. Das Fällen vieler Bäume ermögliche eine intensive Sonneneinstrahlung und verstärke somit das Austrocknen der Böden. Die Aufheizung wiederum führe zu einem verstärkten Schädlingsbefall.

Abgestorbene Bäume sind ein Risiko für Forst-Mitarbeiter

Dem stimmt Forstamtsleiter Andreas Baderschneider vom Fortsamt Wolfenbüttel zu. Er ist zuständig für das Waldgebiet. Aber: Auf der Fläche mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit abgestorbene Buchen gefällt werden. Grund für das Absterben war die langanhaltende Trockenheit. „Durch das Waldgebiet führt eine Landstraße“, sagt Baderschneider. Heidler entgegnet, dass auch zahlreiche Bäume entfernt wurden, die nicht in der Nähe der Straße gestanden hätten.

„Diese Flächen wurden durchforstet, weil Mitarbeiter des Forstamtes dort arbeiten mussten. Die abgestorbenen Buchen stellten eine Gefahr da. Das Risiko war zu hoch“, erklärt Baderschneider. Dass auch Habitatbäume, die Tieren einen Lebensraum anbieten, gefällt wurden, verneint der Forstamtsleiter. „Habitatbäume sind mit einer Markierung gekennzeichnet. Sie werden nicht gefällt. Diese Bäume haben ohnehin auch keinen Holzwert“, sagt der Fortsamtsleiter.

Klimawandel erschwert Holzarbeiten im Wald

Im Wald sind derzeit Spuren von Forstmaschinen im Boden sichtbar. Erntemaschinen und Tragschlepper waren unterwegs. „Diese hätten auch bei Frost eingesetzt werden können, dann wären die Böden durch die Maschinen nicht verdichtet worden“ so Heidler. Der Forstamtsleiter: „Auf einen gefrorenen Boden warten wir schon seit Jahren. Das ist im Zuge des Klimawandels kaum mehr möglich“. Aber die Mitarbeiter arbeiten bevorzugt im Wald, wenn die Böden trocken seien. „Und die Fahrzeuge bewegen sich nur auf ausgewiesenen Rückegassen. Zudem benutzen wir breite Tragbänder an den Maschinen, so dass der Bodendruck auf eine größere Fläche erweitert wird.

10.000 Eichen werden in Wendhausen gepflanzt

Die Holzernte fand auf einer Fläche von rund 5 Hektar statt. Dort sollen ab kommender Woche Eichen gepflanzt werden. Bis Ende 2020 sollen 15.000 Pflanzen dort wachsen. Das betroffene Waldgebiet ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) ausgewiesen. In diesen Gebieten soll eine biologischen Vielfalt gewährleistet werden.

Von Nina Schacht

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