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Velpke/Lehre Auf Mackendorfs Friedhof entsteht eine Bienenweide
Wolfsburg Velpke/Lehre Auf Mackendorfs Friedhof entsteht eine Bienenweide
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06:00 15.04.2019
Volle Kraft voraus: Auf die Bienenweide in Mackendorf freuen sich (v.l.) Lukas Schulze, Laura-Jane Nicolai, Lynn Waff, Heinz-Dieter Schulze, Stephan Ehrlich, Jonas Schulze und Rüdiger Fricke. Quelle: Burkhard Heuer
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Mackendorf

Einen vielversprechenden Versuch startet die Samtgemeinde Velpke: Auf dem Friedhof Mackendorf soll eine brachliegende 1500-Quadratmeter Rasenfläche aufgebrochen, bearbeitet und zur einer sogenannten Bienenweide umgestaltet werden. Initiator der Aktion ist Heinz-Dieter Schulze, ehemaliger Samtgemeinde-Ratsherr und jetzt Bürgervertreter im Friedhofsausschuss. Hier hatte er seine Idee vorgebracht und grünes Licht für die Maßnahme erhalten.

Als Mann der Tat hat Schulze gleich auch einige Mitstreiter anwerben können. Landwirt Christian Lübke wird am Dienstag mit schwerem Gerät die Rasenfläche bearbeiten, die umgehend von den Schulze-Enkeln Lukas (16) und Jonas (10) eingesät und gewalzt wird. Verarbeitet wird sogenanntes mehrjähriges Bienenfutter, Sämereien von Blühpflanzen, die für die nützlichen Insekten besonders wertvoll sind. Das Material hierfür und eine zusätzliche Bank hat die Familie Hahn aus Wendhausen aus Verbundenheit mit Mackendorf gestiftet.

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Positiv bewertet wird die Maßnahme auch von Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke nebst den Mitarbeiterinnen aus der Liegenschaftsverwaltung, Lynn Waff und Laura-Jane Nicolai. „Wir haben es im gesamten Samtgemeinde-Gebiet mit ausgedehnten Friedhöfen zu tun, deren Größe durch die neue Bestattungsphilosophie nicht mehr gebraucht werden“,s o Fricke. Mittlerweile prägten kleine Urnengräber mit maximal einem Quadratmeter oder Urnen unter dem grünen Rasen das Bild. Der Bedarf an Grabflächen für Erdbestattungen im großen Sarg nehme immer mehr ab.

Nun will man sich den Verlauf des Experiments in Mackendorf anschauen und dann beraten, ob weitere der großflächigen Friedhöfe im Samtgemeindegebiet dem Beispiel folgen könnten. Organisator Schulze ist zuversichtlich: „Schon in diesem Sommer werden Wild- und Honigbienen das neue Angebot annehmen können.“ Und der umtriebige Mackendorfer hat bereits ein weiteres Projekt im Blick: Die mächtigen uralten Bäume müssten gestutzt werden. „Vielleicht ist ja jemand bereit, diese doch einigermaßen kostspieligen Maßnahmen zu sponsern“, so Schulze.

Von Burkhard Heuer

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