e-Lastenräder werden immer beliebter: Die LSW hat eins, die Stadt überlegt eins zu kaufen
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Stadt Wolfsburg Alternative zum Firmenauto: LSW setzt auf umweltfreundliches e-Lastenrad
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Alternative zum Firmenauto: LSW setzt auf umweltfreundliches e-Lastenrad
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12:49 22.11.2019
Kommt gut an: LSW-Mitarbeiter André Lachmann tritt gerne in die Pedale, um Kunden mit dem neuen Dienstfahrrad zu besuchen. Quelle: LSW Wolfsburg
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Wolfsburg

Lastenräder werden immer beliebter. Vor allem die mit Elektroantrieb. Der Pizza-Bringservice nutzt sie gern, die Stadt hatte eins für vier Monate im Probebetrieb und machte gute Erfahrungen damit. Die LSW hat schon eins angeschafft – und ist sehr zufrieden damit.

Dieter Rode, LSW-Bereichsleiter Netzbetrieb Wärme, Wasser, Abwasser, der auch für den LSW-Fuhrpark verantwortlich ist, ist begeistert von den Einsatzmöglichkeiten: „Für kurze Strecken ist es eine umweltfreundliche Alternative zum Auto.“

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Auch im beladenen Zustand sehr komfortabel.

Die LSW nutzt das neue Lastenrad zurzeit vor allem für den Zählerwechsel beim Kunden. Die Vorteile liegen für LSW-Monteur André Lachmann klar auf der Hand: „Die große Box bietet fast so viel Stauraum für Werkzeug und Zubehör wie der Kofferraum eines Autos.“ Durch die elektrische Unterstützung und die besondere Neigetechnik sei das Fahren auch im beladenen Zustand sehr komfortabel. Auch bei der Lade-Reichweite von rund 80 Kilometern gibt die LSW gute Zensuren. Geladen wird mit vorbildlichem Ökostrom.

Zuerst war das Fahrrad nur eine Leihgabe der Firma Sortimo, die mit dem CT1 ihr erstes Lastenfahrrad in Serie auf den Markt gebracht hat. Jetzt habe es seine Probezeit bei der LSW bestanden und ist inzwischen regelmäßig für umweltfreundliche Dienstfahrten eingesetzt.

Stadt beteiligt sich an Förderprogramm

Auch die Stadt liebäugelt mit einem e-Lastenrad. 2018 beteiligte sie sich über vier Monate an dem Förderprogramm „Ich entlaste Städte“ des Bundesumweltministeriums und erhielt in dem Rahmen ein Elektro-Lastenrad. Alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung konnten es nutzen. Insgesamt 68 Dienstfahrten wurden in den vier Monaten gemacht. Es wurde werktags durchschnittlich 13 Minuten genutzt, jeden Tag war es durchschnittlich 2,4 Kilometer unterwegs.

Die Erkenntnis des Gesamtprojekts: Auf Wegen bis 3 Kilometer sei das e-Lastenrad genauso schnell wie ein Auto. Bei 50 Prozent der Fahrten sei die Fahrzeit nur zwei bis drei Minuten länger gewesen. Die Zeit für Parkplatzsuche und der Weg von Parkplatz bis Ziel ist dabei aber nicht berücksichtigt.

„Es liegt ein erstes Kaufangebot vor“

Weil die Erfahrungen in Wolfsburg so gut waren, überlegt die Stadt, ein e-Lastenrad aus dem Förderprogramm zu kaufen. Sie ließ sich deshalb vormerken. „Es liegt ein erstes Kaufangebot vor“, erklärt Pressesprecher Ralf Schmidt. „Intern ist in einem nächsten Schritt nun abzufragen, inwieweit in den einzelnen Bereichen Interesse an solch einem Lastenrad besteht.“

Von Sylvia Telge