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Stadt Wolfsburg Zeitreise mit Kempowski im Scharoun Theater
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Zeitreise mit Kempowski im Scharoun Theater
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21:05 04.11.2019
Szene aus „Aus großer Zeit“: Das Ensemble begeisterte das Publikum mit seiner Darstellung. Quelle: G2 Baraniak
Stadtmitte

Mit dem ersten Teil „Aus großer Zeit“ des Großprojekts der Kempowski-Saga gastierte das Altonaer Theater am Sonntagabend in Wolfsburg. Das Ensemble begeisterte das Publikum mit seiner Darstellung des Stücks im Scharoun Theater. Die autobiografische Geschichte gab einen Eindruck des Deutschlands zwischen 1900 und 1938.

Walter Kempowki (1929-2007) hat mit der Deutschen Chronik ein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen. In sechs Romanen und drei dokumentarischen Werken verarbeitet er seine eigene Familiengeschichte und die deutsche Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Für das Theater hat Axel Schneider daraus die vierteilige „Kempowski Saga“ gemacht. Der erste Teil wurde am Sonntag gezeigt, der zweite gleich am folgenden Montag.

Interaktion mit dem Publikum

Das Stück hat eine Erzählweise, die zwischen Spiel und Erzählung wechselt. Gleich zu Beginn kam Johann Richter in der Rolle des Walter Kempowski auf die Bühne und begann munter mit dem Publikum zu plaudern. Er erzählte seine eigene Geschichte, ging dabei auch zwischen den anderen Figuren hindurch und interagierte zuweilen auch mit ihnen.

Die Geschichte beginnt kurz nach der Jahrhundertwende mit den Großeltern Kempowskis. Da ist zum einen der Rostocker Reeder Robert Kempowski (Detlef Heydorn) mit seiner Gattin Anna (Anne Schieber) sowie die Hamburger Kaufleute Wilhelm de Bonsac (Dirk Hoener) mit Gattin Martha (Katrin Gerken). Deren Kinder Karl Kempowski (Philip Spreen) und Grethe de Bonsac (Nadja Wünsche) lernen sich im Urlaub kennen und werden nach langem hin und her ein Paar.

Ein Holztisch und drei Stühle reichen als Kulisse

Tobias Dürr und Ute Geske ergänzten das Ensemble in unzähligen Rollen. Auch alle anderen Darsteller bis auf die, die Karl und Grethe spielten, waren dauernd in anderen Rollen auf der Bühne. So entstand ein kleines Universum rund um einen soliden großen Holztisch, neben ein paar dazugehörigen Stühlen die einzige markanten Kulisse im ganzen Spiel.

Doch die Erzählweise und die Wandlungsfähigkeit der Darsteller erlaubten es so, eine ganze Welt entstehen zu lassen, die in der Kaiserzeit beginnt, die Schrecken des Ersten Weltkriegs erlebt und schließlich den Aufstieg der Nationalsozialisten.

Zeitgeist auf die Bühne gebracht

„Aus großer Zeit“ war nicht nur eine Familiensaga. Die war eher der rote Faden, um in beispielhaften Szenen immer wieder den jeweiligen Zeitgeist eindrucksvoll auf die Bühne zu bringen ohne dabei plakativ oder klischeehaft zu wirken.

Das Publikum bedankte sich mit lautem und lang anhaltendem Applaus für eine gute Inszenierung.

Von Robert Stockamp

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