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Stadt Wolfsburg Weniger Unfälle in Wolfsburg, aber mehr Tempo-Verstöße
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Weniger Unfälle in Wolfsburg, aber mehr Tempo-Verstöße
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17:30 29.03.2019
Schwerer Unfall zwischen Almke und Hehlingen im Januar 2018: Insgesamt gingen die Unfallzahlen in Wolfsburg im vergangenen Jahr zurück.
Schwerer Unfall zwischen Almke und Hehlingen im Januar 2018: Insgesamt gingen die Unfallzahlen in Wolfsburg im vergangenen Jahr zurück. Quelle: Archiv
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Das ist eine gute Nachricht für Wolfsburg: Die Polizei registrierte 2018 weniger Unfälle als im Jahr davor. Die Zahl der Unfälle sank von 3200 auf 3044, das sind 4,9 Prozent weniger als 2017. Ein Verkehrsteilnehmer kam ums Leben.

Die Unfallzahlen in Wolfsburg sinken seit vier Jahren und auf Landesebene stehe die Stadt gut da – trotzdem gebe es noch viel zu tun, sagt Olaf Gösmann, Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt, der am Freitag mit seinen Kollegen Norbert Vetter, Julia Schönfeld und Andreas Wagner die Unfallstatistik für das vergangene Jahr vorstellte.

Alkohol, Drogen und überhöhte Geschwindigkeit sind häufig Unfallursachen

Vor allem gebe es noch zu viele Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Bei den 37 Unfällen mit schwer verletzten Personen war in drei Fällen Alkohol der Grund. Aber auch überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung durchs Handy waren oft die Ursache dafür, dass es krachte. „Mehr Rücksicht und weniger Egoismus“ rät Gösmann deshalb Verkehrsteilnehmern.

Die Zahl der schweren Unfälle sank 2018: Es gab 60, im Vorjahr waren es 86 – das sind 30,2 Prozent weniger. Auch die Zahl der schwer verletzten Personen war rückläufig: von 58 im Jahr 2017 auf 43 (-25,86 Prozent). Die Zahl der leicht verletzten Unfallopfer stieg hingegen von 486 auf 511.

Kein Motorradfahrer kam 2018 ums Leben

2252 Unfälle ereigneten sich innerhalb und 595 Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften. Eine positive Entwicklung gab es bei den Motor- und Kleinkrafträdern: 53 Unfälle registrierte die Polizei, 2017 waren es 55. Noch etwas sei besonders erfreulich: „Kein Motorradfahrer wurde getötet“, so Vetter.

Zahl der Tempo-Verstöße hat sich mehr als verdoppelt

Zu hohes Tempo, Alkohol und Drogen am Steuer sind oft Ursache bei Unfällen. Deshalb kontrollierte die Polizei 2018 noch mehr als zuvor, erklärte Julia Schönfeld. Das Ergebnis der Geschwindigkeitskontrollen: 897 Verkehrsteilnehmer wurden verwarnt – das sind 111 Prozent mehr als 2017. Bemerkenswert waren auch die Alkoholwerte bei Verkehrsunfällen: Ein Mann war mit 3,21 Promille unterwegs, eine Frau mit 2,09 Promille.

Ein Fahrradfahrer kam bei einem Sturz ums Leben

Sorgen macht der Polizei der starke Anstieg der Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt waren. Die Zahl stieg im Jahr 2018 auf 151, das sind 30,17 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Radfahrer (68) verletzte sich in Sandkamp bei einem Sturz Anfang Dezember sogar so schwer, dass er starb. Er war wahrscheinlich alkoholisiert unterwegs und stürzte ohne fremdes Verschulden.

Der sonnige Sommer war ein Grund für die viele Unfälle

Mit den Zahlen von 2018 liegt Wolfsburg bei den Radunfällen wieder auf dem Niveau der vorherigen Jahre. 2017 war eine Ausnahme: Die Polizei registrierte „nur“ 116 Unfälle mit Radfahrer-Beteiligung. „Das lag auch an dem schlechten Sommer und den vielen Baustellen im Stadtgebiet“, erklärt Norbert Vetter. Beides sorgte dafür, dass nicht so viele Wolfsburger aufs Rad gestiegen sind. 2018 war der Sommer extrem schön und viele Autofahrer stiegen auf das Rad um. Auch deshalb nahm die Polizei im vergangenen August 21 Unfälle mit Fahrradfahrern auf – in den Jahren davor waren es im August nur 13 Radunfälle.

Von Sylvia Telge