Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Würdevolles Gedenken an Opfer von Krieg und Verfolgung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Würdevolles Gedenken an Opfer von Krieg und Verfolgung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 17.11.2019
Emotionale Rede zum Volkstrauertag: Felina Bodner, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei Volkswagen, erinnerte daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Gottesdienste, Gedenkansprachen und Kranzniederlegungen in der Stadt und in nahezu allen Ortsteilen haben den Volkstrauertag in Wolfsburg geprägt. Man gedachte den Opfern von Kriegen und Verfolgung, die im vergangenen Jahrhundert unsägliches Leid ertragen mussten. Die zentrale Gedenkfeier fand in würdevollem Rahmen am Ehrenmal auf dem Klieversberg statt.

Gedenken am Klieversberg: Es begann mit einem Bläser-Choral

Für die musikalische Einstimmung hatte hier mit einem Choral ein Bläserensemble des Stadtwerkeorchesters unter Leitung von Stefan Köpf gesorgt, ehe Stadträtin Iris Bothe die Besucher begrüßte. Als Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration sowie Kreisverbandsvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräbervorsorge würdigte Bothe die erfolgreichen Bemühungen des Volksbundes, sich über Gräbern hinweg die Hand zu reichen und für eine friedvolle Versöhnung der Völker einzutreten.

Und hier ein Video zur Gedenkveranstaltung:

„Aber“, so Bothe in einem mahnenden Appell: „Frieden braucht Mut.“ Der sei gefordert angesichts extremer Eskalationen auf den Straßen und schamloser Äußerungen in den Parlamenten. Bothe schloss mit dem Kästnerwort: „Die Vergangenheit spricht, man muss ihr nur zuhören.“

Felina Bodner zitierte die Zeitzeugin Sara Frenkel

Und auch Zeitzeugen sprechen. So zitierte Festrednerin Felina Bodner, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung von Volkswagen, in ihren Ausführungen die 97-jährige Sara Frenkel. Die jüdische Polin und Überlebende des Holocaust betrachte mit großer Sorge extreme Strömungen in Deutschland und, so Frenkel wörtlich, „die Wahlerfolge von hohlköpfigen Populisten“. Felina Bodner: „Die längste Friedensphase in der Geschichte Deutschlands wird für viele Menschen offenbar zur Selbstverständlichkeit.“ Und das sei gefährlich, sagte die Jugendvertreterin, deren Stimme fast zu versagen drohte, als sie über persönliche Erinnerungen an die Besuche von Konzentrationslagern in Polen berichtete.

Die Kranzniederlegung am Klieversberg in Bildern:

Eichendorffschüler gestalteten das Gedenken am Mahnmal mit.

Die Kranzniederlegung in Fallersleben am Ehrenmal in Bildern:

Vor dem Ehrenmal im Schlosspark versammelten sich am Sonntag Fallersleber Bürger und Vereine, um der Toten zu gedenken.

Vor allem den jungen Menschen von heute obliege der Auftrag, mit Stärke für den Erhalt der Demokratie einzutreten, dies nicht zuletzt in Wolfsburg, wo Menschen aus vielen Nationen und unterschiedlichen Religionen zusammen lebten. Beeindruckend waren auch die Textbeiträge von Schülerinnen und Schülern der Eichendorff-Schule unter Leitung von Susanne Wolf und Martina Wiora.

Unter den Klängen des Liedes vom „Guten Kameraden“ legten dann Delegationen der Stadt unter Leitung von Oberbürgermeister Klaus Mohrs sowie Vereinen und Verbänden Kränze am Ehrenmal nieder. Den Abschluss bildete die gemeinsam gesungene Nationalhymne.

Auftakt zur Haus- und Straßensammlung für die Friedensarbeit: Unter anderem waren Politiker und Verwaltungsvertreter mit Spendenbüchse am Samstag unterwegs. Quelle: Roland Hermstein

Bereits am Samstagvormittag gab Iris Bothe als Kreisverbandsvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräbervorsorge den Auftakt zur Haus- und Straßensammlung für die Friedensarbeit. Unter anderem waren bekannte Wolfsburger auf dem Wochenmarkt mit der Spendenbüchse im Einsatz.

Lesen Sie auch:

Von Burkhard Heuer

Herzlich gelacht wurde am Samstagabend in der Stadtbibliothek. Slam-Poet und Kabarettist Nektarios Vlachopoulos begeisterte das Publikum mit gestochen scharfen Pointen und beeindruckender Wortakrobatik.

17.11.2019

Der VfL Wolfsburg organisierte zum dritten Mal diesen Martinsumzug. Diesmal beteiligten sich auch die Grizzlys, so dass sich die Veranstalter am Samstag einen Besucherrekord von insgesamt 1500 Kindern und Erwachsenen freuen konnten.

17.11.2019

Wie beim Rennen in Le Mans – nur in klein: Zum zweiten Mal fand in der Autostadt ein 24-Stunden-Rennen der Slotcar-Serie RCCO statt. Rennprofis wie der fünfmalige Le-Mans-Sieger und DTM-Champion Frank Biela lenkten die Mini-Flitzer.

17.11.2019