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Stadt Wolfsburg Workshop der Polizei: Namene aus Afrika kämpft gegen Mobbing
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Workshop der Polizei: Namene aus Afrika kämpft gegen Mobbing
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18:46 09.12.2019
Bunte Grundschule in Detmerode: Workshop mit dem Polizeiorchester Niedersachsen – die Kinder hatten viel Spaß. Quelle: Britta Schulze
Detmerode

Hass und Mobbing über WhatsApp – das kennen mittlerweile schon die ganz Kleinen. Deshalb fand am Montag in der Bunten Grundschule in Detmerode einen Workshop mit dem Polizeiorchester Niedersachsen. Die Polizisten sensibilisierte für dieses Thema und gaben den Kindern vor allem Tipps, wie sie sich gegen Mobbing wehren können oder gar nicht erst in solch eine Situation geraten. Ein ernstes Thema also, dass die 40 Musiker in Uniform spielerisch und vor allem mit viel Musik rüberbrachten.

Die Idee mit dem Workshop hatte der Polizei-Kontaktbeamte Jens Oertelt, Schulleiterin Tanja Mohrmann war sofort begeistert. Und die rund 90 Kinder der dritten und vierten Klasse natürlich auch. Viele von ihnen haben schon ein Smartphone, nutzen die Videoplattform YouTube und den Messenger-Dienst WhatsApp. Sie machen Fotos und schicken sich diese gegenseitig zu. Ohne zu wissen, dass manche Sachen, die sie tun, verboten sind. Zum Beispiel auf der Toilette andere Menschen zu fotografieren. „Das ist verboten, es verletzt die Intimsphäre“, erklärte Jörg Hemmerling vom Polizeiorchester.

Hier ein Video zum Workshop mit der Polizei:

Es entwickelte sich ein munteres Gespräch zwischen ihm und den Kinder, die auffallend viel über WhatsApp und Co. wussten. „Viele haben ein Smartphone und einige Eltern klären die Kinder nicht darüber auf, was man tun darf und was nicht“, bedauert Tanja Mohrmann. Dann werde im Netz beleidigt, gepöbelt und peinliche Fotos werden verbreitet. Cybermobbing sei auch an den Bunten Grundschule ein Thema. „Deshalb ist es wichtig, dass Kinder früh den richtigen Umgang mit Medien lernten“, sagt die Schulleiterin.

Der Workshop in Bildern:

Kinder lernten den richtigen Umgang mit Smartphones

Wie man sich gegen Beleidigung und Ausgrenzung erfolgreich wehren kann, erzählte das Polizeiorchester in einem Musikstück über das Mädchen Namene. Sie geht in die 4. Klasse, ihre Familie stammt aus Afrika. Wegen ihrer dunklen Hautfarbe, ihrer Kultur und vor allem wegen ihrer auffälligen Halskette wird sie von Mitschülern gehänselt. Namene vertraut sich ihrer Mutter an – und die hat eine Lösung: Sie lädt die Kinder, die ihre Tochter mobben, zu einer Feier des Onkels ein. Und siehe da, die, die vorher über die afrikanische Kultur gehetzt haben, finden’s auf einmal gut.

Blasinstrumente vorgestellt

Und die Kinder in der Bunten Grundschule fanden die Geschichte gut. Sie lernten beim Workshop nicht nur einiges über den richtigen Umgang mit Smartphones, hörten Interessantes über Gewalt und Zivilcourage. Außerdem lernten sie die verschiedensten Blasinstrumente kennen – das war spannend.

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Kontaktbeamter Jens Oertelt Quelle: Britta Schulze

Kontaktbeamter Jens Oertelt im Talk:

Er hatte die Idee, den Schulpräventions-Workshop über das Mädchen Namene an die Bunte Grundschule in Detmerode zu holen: der Kontaktbeamte Jens Oertelt. WAZ-Redakteutrin Sylvia Telge sprach mit ihm.

Wie kamen Sie auf die Idee, den Workshop gerade an eine Grundschule zu holen?

Grundschüler, aber mittlerweile auch Kindergarten-Kinder haben heute schon ein Smartphone. Man sollte deshalb früh anfangen, ihnen den richtigen Umgang damit zu erklären. Es gibt leider Eltern, die das nicht tun und auch dem Umgang nicht kontrollieren.

Der Workshop arbeitet nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern sehr spielerisch...

Auf diese Weise lassen sich die ernsten Inhalte besser vermitteln. Die Kinder haben Spaß. Ich hatte von dem Workshop des Polizeiorchesters Niedersachsen gehört – und dachte sofort, dass wäre etwas für Wolfsburg. Es war ein Pilotprojekt.

Das Pilotprojekt lief gut: Die Kinder waren begeistert und die Schulleitung auch. Gibt es eine Wiederholung?

Das kann man gerne wieder machen.

Von Sylvia Telge

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