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Stadt Wolfsburg Wolfsburgs Rebellen der 68er treffen sich im Kunstmuseum
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00:28 03.06.2018
Das waren wir! Hiltrud Jeworrek, Nikolaus Shdan-Puschkin und Witich Roßmann vor dem berühmten Demo-Foto. Quelle: Gero Gerewitz
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Innenstadt

Das Foto, auf dem Witich Roßmann, Nikolaus Shdan-Puschkin und Wolfsburgs ehemalige Bürgermeisterin Hiltrud Jeworrek zu sehen sind, entstand am Vorabend des 30. Stadtgeburtstags, am 21. Juni 1968. Es zeigt im Vordergrund eine Rekrutenvereidigung und dahinter die Demonstration der Jugendlichen. „Wir fanden, eine Stadt, die im Faschismus gegründet wurde, sollte ihr Jubiläum lieber der Völkerverständigung widmen als einer militaristischen Veranstaltung“, so Roßmann, der das jetzige Treffen organisierte und damals erst 16 Jahre alt war. Später studierte er Geschichte, Politik und Pädagogik, promovierte über die Tarifpolitik der IG-Metall und arbeitete lange für die Gewerkschaft.

Mehr als eine jugendliche Laune

Das Foto zeigt im wahrsten Sinne nur einen Ausschnitt: Außer den Abgebildeten waren noch viele weitere Jugendliche mit von der Partie – und blieben lange darüber hinaus politisch engagiert. Der Wolfsburger Politiker Axel Bosse (Grüne) zum Beispiel kam, um das Revival zu feiern, ebenso wie Eberhard Brandt, der Lehrer an der IGS in Wolfsburg wurde und 14 Jahre lang Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war. Sogar Dr. Wilhelm Rädisch (82) war dabei. Er hatte damals die Polit-AG des Theodor-Heuss-Gymnasiums geleitet und zeigte sich stolz auf seine ehemaligen Mitschüler.

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Fotografen-Witwe hatte Bilder herausgesucht

Witich Roßmann hatte die Ausstellung übrigens angestoßen, als er einen Originalabzug des Fotos suchte, das im „Stern“ und der „Zeit“ erschien. Zusammen mit dem Stadtarchiv hat er die Bilder bei Robert Lebecks Witwe aufgespürt.

Von Frederike Müller

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