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Stadt Wolfsburg Wolfsburger Schüler proben für riesiges Erinnerungsprojekt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburger Schüler proben für riesiges Erinnerungsprojekt
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11:00 19.11.2019
Intensive Erfahrung: In der Neuen Schule fanden die ersten musikalischen Proben mit dem Künstler statt. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Mit dem einzigartigen ErinnerungsprojektMemoria“ wird im Januar im Scharoun-Theater dem Holocaust und seinen Opfern gedacht. Das besondere an dem musikalisch-theatralischen Projekt: Der in Israel geborene und in Italien lebende Künstler Eyal Lerner setzt das von ihm konzipierte Stück mit Schülern aus Wolfsburg um. Jetzt war Lerner zum ersten Mal in Wolfsburg, um mit den Jugendlichen zu proben.

Eyal Lerner reißt die Schüler mit

Dramatische Musik hallt durch die Eingangshalle der Neuen Schule in der Heinrich-Heine-Straße in Wolfsburg. Auf der Bühne stehen junge Musiker und Sänger und schauen gebannt zu Eyal Lerner. Dieser unterbricht die Proben immer wieder für explizite Anweisungen. Es wird deutlich: Die Schüler werden gefordert, nehmen die große Herausforderung – der Gesang etwa ist auf hebräisch – gerne an. „Die Schüler reagieren super auf ihn. Er ist ganz nah dran an ihnen und reißt die Schüler mit“, berichtet Theaterpädagogin Judith Jungk vom Scharoun-Theater am Rande der Proben. Die Motivation bei den etwa 150 beteiligten Jugendlichen sei riesig.

Eyal Lerner. Quelle: Roland Hermstein

Und genau das ist das Ziel des Projekts: Die Erinnerung an den Holocaust auch bei der jungen Generation wach zu halten und damit auch ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen – ein Anliegen, dass nach dem Anschlag in Halle aktueller denn je ist.

Schüler finden ihren eigenen Zugang zu „Memoria

Das geschieht in dem Stück auf unterschiedlichste Weise: Durch Wortbeiträge, Tanz, Gesang, Theater und Musik will Eyal Lerner den Schüler und dem Publikum die jüdische Kultur erlebbar machen und aufzeigen, wie zu der Verfolgung und versuchten Auslöschung kam. Den Schülern lässt der erfahrene Künstler dabei einige Freiräume. „Die Schüler sind dazu aufgefordert ihren eigenen Zugang zum Thema zu finden“, erklärt Jungk. Das macht die Erfahrung umso intensiver.

Stadtgeschichte wird miteinbezogen

Obwohl Lerners in Italien bereits im Rahmen des Projektes bereits mit 50 000 Schülern zusammenarbeitete, ist die Wolfsburger Bearbeitung ein Unikat. Denn Lerner bezieht die Stadtgeschichte aktiv mit ein. „Es wird beispielsweise auf die Konzentrationslager in Wolfsburg eingegangen, Zeitzeugen wie Sara Frenkel spielen eine Rolle“, berichtet Jungk.

Viele Institutionen beteiligt

Beteiligt an dem Projekt sind die Neue Schule, die Leonardo-da-Vinci-Schule, das Ratsgymnasium, die Eichendorff-Schule, die Waldorf-Schule, die Hauptschule Vorsfelde und die Realschule in Rühen. Veranstalter ist der Theaterring –mit tatkräftiger Unterstützung seitens des Bildungshauses, des Internationalen Freundeskreises, der IG-Metall, das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, das Italienische Konsulat, die Stadt, WMG und auch Volkswagen.

Aufgeführt wird „Memoria“ am Dienstag, 28. Januar, um 19 Uhr und am Mittwoch, 29. Januar, um 10 Uhr im Scharoun-Theater. Der Eintritt ist frei.

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Von Steffen Schmidt

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