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Stadt Wolfsburg Ausstellung zitiert die Ursprünge der Malerei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ausstellung zitiert die Ursprünge der Malerei
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16:52 28.02.2018
Simply The Painting: Alle ausgestellten Bilder befassten sich mit Ursprüngen, so der Kurator Justin Hoffmann (li.).
Simply The Painting: Alle ausgestellten Bilder befassten sich mit Ursprüngen, so der Kurator Justin Hoffmann (li.).   Quelle: Gero Gerewitz
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Nordstadt

 „In der Steinzeit entdeckte der Mensch nicht nur das Feuer, sondern auch die Farbe“ erklärte Kurator Justin Hoffmann vom Kunstverein. Die entdecken nun auch die sechs ausstellenden Künstler neu: Einer malt mit Eisenpulver, das beim Verrosten verschiedene Farben durchläuft, ein anderer zeigt einen Eimer, in dem Farbe trocknet und langsam rissig wird.

Farbeimer als Kunstwerk. Quelle: Gero Gerewitz

Figürlicher geht es bei Nina Nyusha Rezagholinia zu. Ihre Bilder wirken wie dunkle Träume von urzeitlichen heidnischen Ritualen – oder ist es doch ein Sturm im Gebirge? „Mir war wichtig, dass die Bilder nicht auf den ersten Blick eindeutig sind“, erklärt sie. „Sie sollen eine eigene Langsamkeit haben.“

Ursprünge der Malerei: Damit beschäftigt sich die Ausstellung im Kunstverein. Quelle: Gero Gerewitz

Die haben auch die Bilder von Jonny Isaak, den die HBK Braunschweig mit ihrem Meisterschüler-Stipendiat ehrte. Er verfremdet Bilder aus der Kamera oder seiner Vorstellung: Der Schatten einer Topfpflanze wirkt wie eine Flugkunst-Show – und was aussieht wie eine Landschaft, ist auf den zweiten Blick nicht ganz jugendfrei.

Experimentieren mit Farbe. Quelle: Gero Gerewitz

Im Raum für Freunde hat Aktionskünstler Martin Lucas Schulze derweil den Boden gefliest und 21 Pflastersteine an die Decke gehängt. Am heutigen Eröffnungsabend um 19.45 Uhr wird er einen ausgeklügelten Mechanismus auslösen, bei dem die Steine in einer Kettenreaktion nacheinander herunterkrachen. „Am Ende ist das System im energetisch gleichwertigen Zustand – quasi tot“, erklärt er. Entropie in 20 Sekunden.

„Simply A Painting“ ist noch bis zum 6. Mai im Schloss zu sehen.

Von Frederike Müller

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